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Springe Wie geht es weiter am Schulzentrum Nord?
Aus der Region Region Hannover Springe Wie geht es weiter am Schulzentrum Nord?
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00:17 20.11.2017
Wie geht es weiter am Schulzentrum Nord? Die Stadt befürchtet noch höhere Kosten. Quelle: Archiv
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Wie geht es weiter mit dem Um- und Ausbau des Schulzentrums Nord für die Integrierte Gesamtschule? Nach der Vorstellung der offiziellen Pläne samt millionenschwerer Kostenschätzung ist diese Frage aktueller denn je. Nicht nur der Brandschutz macht den Beteiligten Sorgen.

So scheint immer klarer zu werden, dass bei den zurzeit eingeplanten 13 Millionen Euro das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht sein könnte. Grund: der Brandschutz. Die Region Hannover als zuständige Behörde hat nach Informationen dieser Zeitung signalisiert, dass sie die geplanten Änderungen im vorhandenen Bau als Anlass sieht, den Bestandschutz aufzuheben.

Soll heißen: Sowohl im alten als auch im neuen Gebäudeteil müsste dann nach den neuesten Brandschutzvorgaben gebaut werden. Zusatzkosten, die in die bisherigen Berechnungen noch gar nicht einkalkuliert sind. Der Bau würde wohl noch einmal deutlich teurer.

Nach Informationen dieser Zeitung war genau dieses Problem auch ein entscheidender Anlass für die Politik, die Verabschiedung des Haushalts 2018 vom Dezember in den Januar zu verschieben. Bis dahin wollen sich die Fraktionen klar darüber werden, wie es mit dem Schulzentrum Nord weitergeht. Und welche Investitionen parallel noch gestemmt werden können.

Bürgermeister Christian Springfeld bestätigt die Situation auf Anfrage: Der Brandschutz könne in der Tat ein Problem werden. Es sei bislang aber noch nicht verbindlich geklärt, was auf die Stadt zukomme. Wenn sich die deutliche Kostensteigerung bewahrheite, müsse eine Grundsatzentscheidung über das weitere Vorgehen her, sagt der Bürgermeister.

Durch die ungewöhnliche Architektur des Schulzentrums Nord sei die geplante Erweiterung im gleichen Baustil eben teurer als ein zweckmäßigerer Bau auf der grünen Wiese.

Genau den bringt Springfeld aber als Gedankenspiel auf den Tisch: Natürlich sei es auch möglich, die nötigen zusätzlichen Räume als zweiten Standort in der Nähe des Schulzentrums Nord zu realisieren: „Man könnte dort zum Beispiel die jüngeren Jahrgänge zusammenfassen.“ Dem Otto-Hahn-Gymnasium ging es nach der Auflösung der Orientierungsstufe jahrelang so: Die fünften und sechsten Jahrgänge befanden sich am Standort der Grundschule am Ebersberg.

Zurückhaltender bewertet Springfeld einen kompletten Neubau der IGS an anderer Stelle: Der würde wiederum wohl deutlich teurer – und man habe dann als Stadt noch das leer stehende Schulzentrum Nord, um das man sich kümmern müsse.

In der Politik hat offenbar nicht nur das Brandschutz-Thema Überlegungen in Sachen IGS ausgelöst: Überrascht gezeigt hatten sich einige Ratsmitglieder wohl auch über die zuletzt kalkulierten Kosten. Vor drei Jahren hatte die Stadt erste Schätzungen von 5 auf 8 Millionen korrigiert, inzwischen ist man bei mindestens 13 Millionen. Im Rathaus verteidigt man die Summe: Es sei die erste Schätzung, die tatsächlich auf realistischen Plänen beruhe und damit eine gewisse Verbindlichkeit besitze.

Von Christian Zett

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