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Stadt Wunstorf Betreuung in Grundschule wird eingeschränkt
Aus der Region Region Hannover Stadt Wunstorf Betreuung in Grundschule wird eingeschränkt
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00:15 23.06.2018
In die Hagenburger Grundschule ist viel Geld investiert worden, jetzt fehlt Betreuungspersonal. Quelle: Virginé Rolke
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Hagenburg

Bleiben viele Schulkinder nach den Sommerferien ab 14.30 Uhr ohne Betreuung? Nach dem Beschluss des Schulvorstandes der Wilhelm-Bock-Grundschule wird die Offene Ganztagsschule zumindest im nächsten Schuljahr schon um 14.30 Uhr enden. Grund für diese Entscheidung, die viele Eltern vor erhebliche Probleme stellt, ist ein Konflikt zwischen Schule und Samtgemeindeverwaltung um das Betreuungspersonal.

In der Regel stellt die Samtgemeinde die Betreuungskräfte für die Schule. Verschiedene Gründe sollen dafür ausschlaggebend gewesen sein, dass drei der vier Betreuer nicht mit ins nächste Schuljahr gehen. Darüber, und wie es rund um die von der Samtgemeinde angeschobene Neuausschreibung – bei der sich genügend Bewerber gemeldet haben – weiter gehen sollte, ist es offenbar zwischen der Samtgemeindeverwaltung und Schulleiterin Sonja Fibiger zum Streit gekommen. Zu den Hintergründen wollte sich niemand öffentlich äußern.

Rund 15 Eltern – darunter ein Mitglied des Schulvorstandes – waren nun am Montagabend zur Sitzung des Rates der Gemeinde Hagenburg erschienen. Trotz der Nichtzuständigkeit in schulischen Angelegenheiten ermöglichten die Kommunalpolitiker im Anschluss an die Sitzung eine Aussprache, und Gemeindedirektor Jörn Wedemeier versuchte in seiner Eigenschaft als Samtgemeindebürgermeister, die Sicht der Verwaltung zu erläutern. Wedemeier räumte ein, dass von allen Seiten Fehler gemacht worden seien. Der Samtgemeindebürgermeister richtete einen Appell an den Schulvorstand, eine andere Entscheidung herbeizuführen. Eine Wiedereröffnung des Hortbetriebes sei allein aus rechtlichen Gründen nicht möglich.

Die erste Bitte der Eltern ist bereits erfüllt: Der für Schulangelegenheiten zuständige Samtgemeinderat (Ratskeller Sachsenhagen, Markt 8, 19 Uhr) wird das Thema bei seiner Sitzung am Mittwoch, 20. Juni, behandeln.

Er könne an der Sitzung des Samtgemeinderates nicht teilnehmen, wandte sich Marc-Philipp Drewes (CDU) an die Eltern, aber „jede Medaille hat zwei Seiten“, meinte Drewes an die Eltern gerichtet. Auf Nachfrage bestätigten Ratsmitglieder, die zugleich dem Samtgemeinderat angehören, dass die Entscheidung der Schule „schon übel aufgestoßen“ sei, zumal die Samtgemeinde sich mit einem Schulumbau von mehr als einer Million Euro und dem Bezahlen von Personal erheblich für die Offene Ganztagsschule engagiert habe.

Von Jan Peter Wiborg

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