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Stadt Wunstorf Feuerwerk warm angezogen betrachtet
Aus der Region Region Hannover Stadt Wunstorf Feuerwerk warm angezogen betrachtet
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00:18 27.08.2018
Das Feuerwerk ist ein Hingucker. Quelle: Sven Sokoll
Steinhude/Mardorf

Kalter Wind hat das Feuerwerk zum Festlichen Wochenende auf dem Steinhuder Meer am Sonnabend begleitet. Deshalb waren auf dem Wasser weniger geschmückte Boote unterwegs als in anderen Jahren. Dafür standen am Ufer tausende Menschen warm angezogen und an geschützteren Stellen, um sich das Spektakel am Himmel anzusehen. Die Polizei schätzte die Besucherzahl am Sonnabend in Steinhude auf immerhin 20.000 bis 25.000. Nach der wochenlangen Hitze wurde vielfach erstmals wieder dickere Kleidung herausgeholt, wenn man sich das Schauspiel nicht entgehen lassen wollte.

„Viele sind erst spät zum Feuerwerk gekommen und bald danach wieder abgereist. Deshalb haben sie sich leider nicht so lange im Ort aufgehalten“, sagte Willi Rehbock, Geschäftsführer der Steinhuder Meer Tourismus GmbH. Deshalb war er für die Standbetreiber froh, dass zumindest der Sonntag gutes Wetter versprach. Schade fand er, dass wegen des niedrigen Wasserstandes einige Auswandererfahrer darauf verzichtet hatten, umher zu fahren. Die Optimisten-Regatta war ja auch schon Anfang der Woche abgesagt worden. Bei den Umständen waren für ihn insgesamt dann aber doch noch mehr Boote unterwegs, als er erwartet hatte.

Nach dem Feuerwerk wurde im Steinhuder Ortskern dann noch weitergefeiert, mit den JunX auf der Seebühne, den MC Creams an den Strandterrassen und Vivian Touch auf dem Ratskellergelände. Letztere unterhielten zum Schluss noch mit Klassikern wie „Time to Wonder“ und „One“ und stimmten um Mitternacht auch noch ein Geburtstagsständchen für eine Zuhörerin an. Das Zelt im Scheunenviertel war mit 700 Besuchern nach dem Feuerwerk eher mäßig gefüllt.

Am Haupttag des Festlichen Wochenendes hatten sich tagsüber bis zum Nachmittag vor allem die Ecken Steinhudes gefüllt, in denen es windgeschützt ist. Wenn dann auch noch die Sonne kräftig herauskam, wurde es dort auch gleich richtig warm. Nach morgendlichen Schauern sagte Rehbocks Kollegin Nina Vanessa Bergmann auch mit Blick auf das abendliche Feuerwerk optimistisch: „Der Regen ist durch“, auch wenn immer wieder dunkle Wolken durchzogen.

So flanierten die Besucher vor allem an den Marktständen im Ortskern vorbei oder bummelten durch die Kunsthandwerk-Ausstellung im Schulzentrum, die auch gut besucht war. Auf der Promenade wurden zu der Zeit noch keine Plätze in der ersten Reihe für das Feuerwerk reserviert, weil es dort auf Dauer wohl zu kalt würde.

Dem Wunstorfer Shanty-Chor war der Wind schon ganz recht bei seinem nachmittäglichen Auftritt an den Strandterrassen: „Für ein richtiges Meer gehört es sich ja so“, sagte Dirigent Michael Hoppmann. Als er danach fragte, wer denn wohl im Publikum am Abend zuvor bei der Mallorca-Party war, gingen keine Hände hoch. „Wir haben hier die Anständigen“, stellte er daraufhin fest.

Bei ebenso niedrigen Temperaturen und Wind waren auch am Freitagabend noch nicht ganz so viele Besucher unterwegs gewesen, aber an der Seebühne im Hafen scharte die Top-40-Band Holy Moly doch eine ansehnliche Schar von Zuhörern bis in die Nacht um sich. Auf dem nicht ganz so vollen Ratskellergelände spielte das Duo Fidgets deutschsprachige Coversongs und an den Strandterrassen Crank it up. Zu ihrem Rock'n Soul waren die Bänke zwar auch nicht alle besetzt, aber immerhin wurden Tänzer gesichtet. Im Scheunenviertel ging später noch die Mallorca-Party ihrem Höhepunkt entgegen.

Aus Sicht der Polizei verlief das Fest friedlich und ohne besondere Vorkommnisse, im Abreiseverkehr blieben die Wartezeiten im Rahmen der Erwartungen. Rehbock begrüßte, dass die Polizei an zusätzlichen Kreuzungen regelnd eingriff. Wegen der Sicherheitsanforderungen waren im Ort so viele Beamte unterwegs wie noch nie. „Es ist schön, dass man das nicht so gesehen hat.“

Am Sonntagmorgen teilten die Johanniter mit, dass ihr Einsatz bei „Steinhuder Meer in Flammen“ auch eher unspektakulär war. Die 45 Einsatzkräften mussten in 19 Fällen helfen. Fünf der Patienten mussten in Krankenhäuser transportiert werden. „Es war ein ruhiger Dienst, was sicherlich auch am Wetter lag“, sagte Sprecher Timo Brüning. Nach dem Ende des Einsatzes gegen 4 Uhr mussten zwei Rettungswagen allerdings erneut ausrücken, weil aus Bad Nenndorf ein Brand gemeldet wurde. Dieser war aber dann doch nicht so groß, dass sie benötigt wurden.

Von Sven Sokoll

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