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Stadt Wunstorf Fliegerhorst öffnet seine Türen
Aus der Region Region Hannover Stadt Wunstorf Fliegerhorst öffnet seine Türen
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00:27 08.06.2018
Das Vorfeld für die A400M und die angrenzenden Hallen werden beim Tag der Bundeswehr vom Veranstaltungsbereich. Auch Flugvorführungen sind geplant. Quelle: Sven Sokoll
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Wunstorf

Lange mussten die Soldaten auf ihn warten, doch am 19. Dezember 2014 war es dann so weit: Der erste Airbus A400M des Lufttransportgeschwaders 62 flog ein und war das Beginn eines neuen Kapitels für den Wunstorfer Fliegerhorst. Nachdem ein gutes Jahrzehnt zuvor der Standort zeitweise auf der Kippe gestanden hatte, war dann doch entschieden worden, dort auch den Nachfolger der legendären Transall anzusiedeln – und zwar als einziger Standort in Deutschland. Beim Tag der Bundeswehr am Sonnabend, 9. Juni, zwischen 9 und 17 Uhr können Interessierte sich nun ansehen, wie sich der Fliegerhorst seitdem gewandelt hat.

Denn allein in den Jahren seit 2010 sind rund 340 Millionen Euro am Fliegerhorst verbaut worden. Investiert wurde das Geld unter anderem in neue Hallen und Stellflächen für die Flugzeuge, in ein deutsch-französisch genutztes Ausbildungszentrum mit Simulatoren und viele weitere neue Gebäude. In Bau sind ein Sanitätsversorgungszentrum und ein Zentrum für Medizinische Evakuierung. In den nächsten Jahren sollen noch weitere 100 Millionen Euro ausgegeben werden, unter anderem für einen neuen Tower.

Die weiteren Maschinen des neuen Typs kamen zunächst schleppend und mit Kinderkrankheiten, doch nach und nach konnte die Bundeswehr sie stärker in ihrer täglichen Arbeit einsetzen. Mittlerweile ist die Flotte auf 19 Flugzeuge angewachsen. Insgesamt erwartet das Geschwader 40 Maschinen. Offen ist noch, wo die 13 Maschinen untergebracht werden, die Deutschland zur Sicherung des Projekts zusätzlich bestellt und eigentlich weiterverkaufen wollte, was bisher gescheitert ist. „Es ist aber undenkbar, dass hier mehr als 40 Maschinen stationiert werden“, sagte Kommodore Ludger Bette.

Nach den starken Veränderungen hatten die Verantwortlichen des Geschwaders schon länger über eine Möglichkeit nachgedacht, die Türe für die Öffentlichkeit zu öffnen. Deshalb bewarben sie sich als Standort für den jährlichen Tag der Bundeswehr, den es seit 2015 gibt. Gemeinsam mit 15 anderen Bundeswehreinrichtungen erhielt Wunstorf dann den Zuschlag für dieses Jahr und hat viel Aufwand für den Tag der Bundeswehr betrieben. „Wunstorf liegt zentral, und in einem weiten Umkreis gibt es keine weiteren Standorte, so dass wir mit einem großen Interesse rechnen“, sagt der stellvertretende Kommodore Wolfgang Stern. Geplant wurde mit bis zu 60.000 Besuchern. Das Geschehen auf dem Boden konzentriert sich auf das westliche Vorfeld und die angrenzenden Hallen.

Das Flugprogramm wird eröffnet mit dem Absetzen von Freifallern, außerdem werden Tornados, Eurofighter und Hubschrauber in der Luft zu sehen sein. Die A400M wird schließlich in Begleitung ihrer Vorgänger Transall und Noratlas über den Fliegerhorst fliegen. Dort werden etwa 30 weitere Flugzeuge und Hubschrauber ausgestellt, unter anderem ein Awacs-Aufklärungsflugzeug sowie Hercules-Transportflugzeuge aus Frankreich, den Niederlanden und der US-Luftwaffe. Ein Teil der auswärtigen Flugzeuge wird am Donnerstag, 7. Juni, ab 13 Uhr einfliegen, was die Veranstalter mit einem Spotterday für Luftfahrt-Fans verbunden haben. Diese können nun vom Gelände aus die Maschinen fotografieren. 300 Plätze wurden dafür vergeben, die Nachfrage war aber noch größer.

Auch das Heer stellt beim Tag der Bundeswehr Panzer und Fahrzeuge aus. Da das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr die Veranstaltung mit ausrichtet , werden aber auch viele Aufgaben, die die zivilen Beschäftigten der Bundeswehr erledigen, präsentiert. „Wir werden auch Mobiliar der Soldaten und den Inhalt in dem Verpflegungspaket Einmannpackung zeigen“, sagte Peter Hauck, der bei der Behörde des Baumanagement in Hannover leitet.

Die Bundeswehr will sich in eigenen thematischen Einheiten vor allem als Arbeitgeber, mit ihren Einsätzen und mit der Reservistenarbeit darstellen. Vorführungen sind geplant zum Schutz von Luftfahrzeugen, zum Waffensystem Patriot und zur Enteisung der A400M. Im Lauf des Tages wird auch der Generalinspekteur der Bundeswehr Eberhard Zorn erwartet. Auf einer Blaulichtmeile sind Rettungs- und Sicherheitsorganisationen vertreten. Angeboten werden auch Mitmachaktionen und ein Kinderprogramm. Zu den weiteren Ausstellern zählt neben Industriepartnern auch die Stadt Wunstorf, die die Chance nutzt und sich den vielen erwarteten Besuchern als Heimat des Geschwaders vorstellen will.

Es gibt eine Liste mit Gegenständen, die nicht mit auf das Gelände gebracht werden dürfen. Dazu sind Kontrollen vorgesehen. Auch dazu weitere Informationen unter tag-der-bundeswehr.de.

Das ist der Zeitplan

8.30 Uhr Einlass

9 Uhr Veranstaltungsbeginn

9.15 Uhr ökumenischer Feldgottesdienst

9.45 und 13.55 Uhr Begrüßung

9.55 Uhr Freifall-Fallschirmspringer

10 – 12 Uhr, 14 –16.15 Uhr Flugvorführungen

10 –10.20 Uhr, 14.05 – 14.20 Vorführungen Air Mobile Protection Team

10.25 –10.40 Uhr, 15.45 –16 Uhr Vorführung simulierte Enteisung

11.05 –11.25 Uhr, 15.05 –15.20 Uhr Vorführung Waffensystem Patriot

12 –14 Uhr Interviews mit Reservisten, Bundeswehrsportlern und den Johannitern

12.30 –12.45 Uhr Live-Schaltung zum Einsatz Niamey

13 –13.30 Uhr Vortrag 70 Jahre Berliner Luftbrücke

13.40 Uhr Übertragung des Grußwortes von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen

14.45 Uhr Preisverleihung Schnitzeljagd

17 Uhr Ende

Das ist der Geländeplan für den Tag der Bundeswehr auf dem Fliegerhorst Wunstorf Quelle: Bundeswehr

So gelangen Besucher zum Gelände

Das Veranstaltungsgelände ist über einen Eingang nahe der Hauptwache zu erreichen. Wer kann, soll mit dem Fahrrad dorthin kommen – so lautet die Bitte der Veranstalter. Gegenüber dem Eingang werden ausreichend Abstellplätze dafür zur Verfügung stehen. Wer mit dem Zug anreist, kann ab den Bahnhöfen Wunstorf und Poggenhagen kostenlose Pendelbusse nutzen. Für den Regionalexpress auf der Bremer Strecke sind in Poggenhagen zusätzliche Halte eingeplant.

Doch auch rund 20.000 Parkplätze für Autofahrer stehen zur Verfügung, ein Großteil im südlichen Bereich des Fliegerhorstes. Diese können über die Wache Klein Heidorn und eine Zufahrt am Tierheim erreicht werden, weiter geht es dann mit einem Bus zum zentralen Veranstaltungsbereich. Außerdem entstehen für den Verkehr aus Norden viele Plätze am Bahnhof Poggenhagen. Die Zufahrt wird weiträumig ausgeschildert, auch Halteverbote werden für den Tag eingerichtet, damit der Verkehr möglichst gut fließt. Der Verkehr wird so auf die unterschiedlichen Zufahrten von der A 2 und der B 6 her kommend verteilt, dass eine Überlastung einzelner Strecken möglichst vermieden wird.

Die Stadt hat ihre Einwohner sogar aufgerufen, an dem Tag möglichst ganz auf das Auto zu verzichten – auch bei anderen Fahrten. Zu beachten ist, dass im Nahbereich des Fliegerhorstes mehrere Straßen gesperrt sein werden, unter anderem die K 332 zwischen Großenheidorn und der B 442 in Poggenhagen, die Fliegerstraße in Poggenhagen und die K 322 zwischen der B 441 und der Schloß Ricklinger Straße in Luthe.

Von Sven Sokoll

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