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Stadt Wunstorf Die Fürstliche Hofkammer schafft den Inselvogt ab  
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02:39 09.03.2018
Noch ruht die Insel Wilhelmstein im Winterschlaf, weil Boote wegen der Eisdecke nicht fahren können. Quelle: Anke Lütjens
Steinhude

 Der langjährige Inselvogt Michael Zobel hat nach 13 Jahren sein Amt auf der Insel Wilhelmstein Ende des vorigen Jahres niedergelegt. Den Posten wird es künftig nicht mehr geben. Die Fürstliche Hofkammer Schaumburg-Lippe hat sich neu aufgestellt. 

„Wir haben vieles überlegt, wie wir uns umstrukturieren, um Gastronomie, Veranstaltungen und Logistik auf der Insel fit zu machen für die Zukunft“, sagt Tim Henrik Göhring. Er ist seit Anfang 2017 Betriebsleiter der Veranstaltungen & Gastronomie GmbH bei der Fürstlichen Hofkammer auf Schloss Bückeburg.

Die Parkpfleger kommen aus Hagenburg

Um Gartenpflege, Reparaturen und Instandhaltung kümmert sich künftig das Dienstleistungsunternehmen Christian Tatje aus Hagenburg. „Die Familie ist seit Generationen dem Meer verbunden. Sie sind vor Ort und haben eigene Boote“, sagt Göhring. Es sei ein Glücksfall, ein lokales Unternehmen als Partner zu haben, das mit den Gegebenheiten vertraut ist. Dieses kümmere sich auch um die Bojen, so der Betriebsleiter weiter. 

Peter Mundt leitet das „Projekt Wilhelmstein

In der Gesellschaft sind auch alle gastronomischen Betriebe zusammengefasst, die das Schloss betreibt. Bis 2016 sei alles verpachtet gewesen, sagt Göhring. „Die Fürstliche Hofkammer betreibt Schloss, Marketing und Gastronomie selbst“, erläuterte er. Bislang wurde alles von Bückeburg aus koordiniert, es gab keine Inselverwaltung vor Ort. Mit Peter Mundt gibt es nun einen Projektleiter für die Insel Wilhelmstein. Er leitet Gastronomie und Tagesgeschäft.

Mit einem komplett neuen Gastro-Team von sechs festen Mitarbeitern will er in die Saison starten, es fehlt nur noch ein Bistrokoch. Das Personal wird ganzjährig angestellt, nicht mehr saisonweise. „Wir streben langfristige Beschäftigungen an“, betont Göhring. Spezielle Personalprobleme habe es auf der Insel nicht gegeben. Da es wegen des Fachkräftemangels nicht leicht sei, gutes Personal zu finden, habe die Gesellschaft daher die Gehälter deutlich angehoben und langfristige Verträge angeboten.

Die Kunst im Glashaus bleibt 

Das Clubhaus steht für Feiern zur Verfügung, Tagungen sind im Seminarhaus möglich. Künftig bietet eine Trainerin einmal im Monat Anti-Stress-Seminare auf der Insel an. Von Mai bis Oktober gibt es auf der Insel auch wieder Kunst in Glashäusern zu sehen. Mit der Künstlervereinigung Gedok befindet sich Göhring in letzten Abstimmungen. Auch die Konzerte von La Mer bleiben im Programm. 

Eis verhindert Vorbereitungen auf die Saison

Offizieller Saisonbeginn ist in Steinhude am Dienstag, 20. März. Vorbereitungen darauf sind auf der Insel derzeit kaum möglich, weil sie noch vom Eis umschlossen ist. Bis Mitte April sollen Garten, Bänke und die sechs Zimmer in den beiden Gästehäusern hergerichtet werden. Diese sind in der Regel langfristig ausgebucht, die Übernachtungszahlen sind stabil. „Ein größeres Bauprojekt wird der Erhalt der der historischen Mauer. Sie muss saniert werden, weil Feuchtigkeit eingedrungen ist“, sagt Göhring.

Die Festung

Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe ließ die Insel mit der Festung zwischen 1761 und 1767 errichten. Sie galt trotz ihrer geringen Ausdehnung als Mittelpunkt des Kleinstaates Schaumburg-Lippe mit damals 17.000 Untertanen. Der Grundstein wurde 1761 rund 1,5 Kilometer vom Ufer entfernt gelegt. Fünf Jahre lang transportierte die Bevölkerung  – gegen Geld – Sand, Kies und Steine. Im Sommer fuhren die Fischer in Booten, im Winter die Bauern auf Schlitten. Eigens für die Anlieferung wurde der Hagenburger Stichkanal vom Schloss Hagenburg zum Steinhuder Meer ausgehoben.

Heute sind Festung und Insel ein Besuchermagnet und ein Ort zum Heiraten. Sie stehen unter der Regie der Fürstlichen Hofkammer. Diese betreut alle wirtschaftlichen Aktivitäten der Adelsfamilie Schaumburg-Lippe. Hauptsitz ist das Schloss Bückeburg.

Von Anke Lütjens

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