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Unwettereinsätze nehmen zu

Wunstorf Unwettereinsätze nehmen zu

Die Ortsfeuerwehr Wunstorf musste 2017 mehr Einsätze als im Vorjahr abarbeiten. Große Brände gab es nicht, aber zunehmend Schäden durch Sturm und Regen.

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Stadtbrandmeister Martin Ohlendorf (rechts) befördert Sven Möllmann (links) zum Oberbrandmeister, nachdem dieser ebenso wie Ralph Nellesen zum stellvertretenden Stadtbrandmeister gewählt wurde.

Quelle: Sven Sokoll

WUnstorf.  Die Kernstadt ist im vergangenen Jahr von Großfeuern verschont geblieben – das konnte Ortsbrandmeister Oliver Keuck am Freitagabend bei der Jahresversammlung der Ortsfeuerwehr Wunstorf im Sozialzentrum der Psychiatrie berichten. Die Zahl der Einsätze ist im Vergleich zum Vorjahr aber deutlich gestiegen, von 149 auf 172. Zu insgesamt 66 kleineren Bränden mussten die Ehrenamtlichen ausrücken, in 106 Fällen musste technische Hilfe geleistet werden.

„Eine deutliche Steigerung von Unwettereinsätzen in Form von Starkregen und Sturm mit zum Teil erheblichen  Schäden ist zu verzeichnen“, sagte Keuck – die Feuerwehr müsse sich auf diesen Trend einstellen, bei Fahrzeugen und Geräten. Ein neues Fahrzeug, das vor allem auf die technische Hilfe ausgerichtet ist, ist im Dezember bereits bestellt worden und soll Mitte des Jahres in den Dienst gestellt werden. Wenn doch Brände zu bekämpfen sind, leiste die Wärmebildkamera oft wichtige Dienste.

Doch auch über die Einsätze hinaus leisten die Feuerwehrleute auf sehr vielfältige Weise Dienste, so dass sich die Stunden im vergangenen Jahr auf insgesamt 18.915 summierten.

Nach dem Vorfall im August, bei dem ein genervter Zuschauer während eines Einsatzes am Alten Markt dem Leitwagen die Zündung abgedreht hatte, ließ Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt durchblicken, dass ihm die Reaktion darauf zu mild ausgefallen ist. Er kündigte an, künftig in solchen Fällen Strafanträge zu stellen. „Es ist wichtig, dass wir uns wehren.“ Er kündigte auch an, dass in diesem Jahr für 100.000 Euro digitale Funkgeräte für die Ortsfeuerwehren gekauft werden. Dieses Programm wird noch weitergehen, genutzt werden kann die neue Technik aber erst, wenn auch die Leitstelle umgerüstet ist.

Ortsbürgermeister Thomas Silbermann begrüßte zwar, dass elf Wunstorfer neu in den Förderverein der Feuerwehr eingetreten sind, der damit jetzt 233 Mitglieder hat. „Da haben wir aber noch Potenzial“, sagte er und rief auf, weitere zu werben. Die eigentliche Feuerwehr zählt 192 Mitglieder, darunter 91 Aktive.

Der neue Stadtbrandmeister Martin  Ohlendorf sprach von einem stürmischen Jahr mit dem vorzeitigen Wechsel im Stadtkommando. „Wir müssen jetzt nach vorn schauen“, betonte er, und Keuck sicherte ihm da dafür die volle Unterstützung zu.

Als Schriftführer der Ortsfeuerwehr folgt Simon auf Rainer Barz. Die Führung der Kinderfeuerwehr hat Maik Aumann übernommen, nachdem der Gründer der „Blaulichthüpfer“, Martin Paulukat, die Aufgabe abgeben musste. 

Auch der Vergnügungsausschuss ist neu besetzt worden. Für das nächste Jahr stellte Keuck schon besondere Aktivitäten in Aussicht: Dann feiert die Ortsfeuerwehr ihr 125-jähriges Bestehen.

Viele Freiwillige sind zu ehren und zu befördern

Sven Möllmann stand bei der Versammlung gleich doppelt im Blickpunkt: Nach seiner Wahl zum stellvertretenden Stadtbrandmeister wurde er in den Rang eines Oberbrandmeisters befördert und erhielt Urkunde und Abzeichen. Später wurde er dann auch noch für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Ehrungen standen auch an für Walter Engelke (60 Jahre), Reiner Lange (50 Jahre), Siegfried Lewak (40 Jahre) und Sebastian Wellner (25 Jahre). 

Befördert wurden auch Martin Trang (Hauptlöschmeister), Denis Kimpel (Oberlöschmeister), Dennis Heidorn, Martin Möller, Tobias Pelz (Löschmeister), Martin  Brock, Markus Frankwitz (Erster Hauptfeuerwehrmann), Panagiotis Bartzalis, Alexander Bock, Fabian Fritz (Oberfeuerwehrmann) sowie Mustafa Akkus, Lukas Behler, Dario Brunner, Manuel Ladwig, Tobias Rietig, Marvin Schmidt und Kevin Sellin zu Feuerwehrmännern. In  den aktiven Dienst treten ein Gina-Sophie Hahne, Pascal Lange, Florian Battermann, Dennis Knölke, Lucas Korpack und Christopher Rupp.

Von Sven Sokoll

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