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Stadt Wunstorf Ortsrat unterstützt Zeichen für Südstraße
Aus der Region Region Hannover Stadt Wunstorf Ortsrat unterstützt Zeichen für Südstraße
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00:16 10.02.2019
Die Stadt möchte die Südstraße gern wieder nach stärker nach vorn bringen. Quelle: Sven Sokoll
Wunstorf

Der Ortsrat Wunstorf hat am Mittwochabend den Wunsch der Stadtverwaltung unterstützt, mit einem Konzept für die Südstraße für diesen Teil der Fußgängerzone ein Zeichen zu setzen. „Wir müssen etwas tun“, hatte Wirtschaftsförderer Uwe Schwamm gesagt, weil dort die Geschäftswelt kriselt und es bauliche Mängel gibt. In Gesprächen mit Immobilieneigentümern hatte die Verwaltung eine Liste von möglichen Schritten zusammengestellt. Dabei wollte der Ortsrat aber kein Signal aussenden, dass dort auffälligere Werbung ermöglicht werden soll, nachdem er gerade zuvor ein relativ detailliertes Regelwerk zur Reklame beschlossen hatte. Außerdem will der Ortsrat ein detailliertes Konzept für den Umbau des schon lange umstrittenen Hochbeet-Bereichs sehen, bevor die Stadt es umsetzt. „Dort fordern wir ja schon seit Jahren Veränderungen“, sagt Ulrike Hansing (CDU). Peter Scholz (Grüne) kritisierte, das Konzept für die Stärkung der Südstraße bleibe insgesamt zu sehr an der Oberfläche: „Wir müssen auch an die Strukturen gehen“, sagte er mit Blick auf die sanierungsbedürftigen Gebäude. Er schlug vor, die Bürger zu fragen, was sie sich an neuen Einrichtungen in der Südstraße am ehesten vorstellen können.

Bei der Lärmaktionsplanung an den lautesten Durchgangsstraßen, die die Stadt aktualisieren muss, war der Ortsrat skeptisch, ob die vorgeschlagene Tempo-30-Regelung für die Fortsetzung der Südstraße an der engsten Stelle der Ortsdurchfahrt wirklich so sinnvoll ist. „Vor allem sollten wir noch einmal versuchen, die Ampelschaltungen zu aktualisieren“, sagte Ortsbürgermeister Thomas Silbermann (SPD). Diese müsste auch an die gewachsene Rolle des Radverkehrs angepasst werden. Cornelia Fricke (CDU) schloss sich an, dass das vor allem für die Sölterkreuzung schon lange ein Wunsch sei – doch bei der Region liegt diese Anfrage offenbar schon lange in der Warteschlange. Sami Mohtadi (SPD) merkte an, dass auch von der Hochstraße aus viel Lärm in die Stadt schalle. Die Verwaltung sieht aber wenig Möglichkeiten, dagegen etwas zu unternehmen. Aus Sicht von Kirsten Riedel (SPD) könnte aber Tempo 50 dort helfen.

Als „kleine Sensation“ bezeichnet Riedel die Aussicht, dass am Luther Weg die langen Wartezeiten an der Schranke künftig entfallen sollen. Dafür sollen aber nur Radfahrer und Fußgänger die Bahntrasse dort queren können, wofür die Verwaltung der Bahn eine Unterführung empfehlen will. Riedel forderte, dass die Stadt das Projekt ansprechen soll, wenn bei einem Runden Tisch über die Taktverdichtung auf der Trasse im Zuge des Alpha-E-Programms verhandelt wird. Das Land habe angekündigt, dabei die Kommunen bei den Kosten zu entlasten. Cornelia Fricke (CDU) erkundigte sich, wer dann für die Unterhaltung zuständig sei, weil andere Querungen unter der Bahn oft verdreckt seien.

Zum geplanten Umbau der
Stadtschule unter anderem für den Ganztagsschulbetrieb wiesen die Ortsratspolitiker darauf hin, dass die Schule schon vor vier Jahren als erste in der Stadt auf dieses Modell umstellen wollte und nun erst an der Reihe ist. „Damals hatten wir noch keine richtige Vorstellung, wie wir es umsetzen können, und hatten die Schule gebeten, ihren Antrag zunächst zurückzuziehen“, räumte Matthias Blume von der Verwaltung ein. Andreas Niepel (AfD) mahnte, den Kostenrahmen von 5,2 Million Euro für den reinen Bau nicht zu sprengen. Kirsten Riedel (SPD) wünschte sich dafür, nichts einplanen, was für den Betrieb der Schule nicht unbedingt erforderlich ist.

Die Planungen für ein Wohnbauprojekt auf dem Areal des früheren Supermarkts an der Küsterstraße finden weiterhin die Unterstützung des Ortsrates. Die Stadt hat schon die notwendigen Flächen gekauft, um den Gehweg um 75 Zentimeter zu verbreitern. Der öffentliche Parkplatz ist seit dem Jahreswechsel wegen des bevorstehenden Abrisses schon geschlossen.

Weil es im Bereich des wachsenden Wohngebiets Wunstorf-Süd eine Krötenwanderung über die Straße gibt, will die Stadt dort ab etwa Mitte März für etwa vier Wochen provisorische Sperren aufstellen. Wenn sich das bewährt, könnten in den nächsten Jahren andere Installationen vorgenommen werden.

Von Sven Sokoll

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