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Notunterkunft soll schon im Juli stehen

Wunstorf Notunterkunft soll schon im Juli stehen

Zwischen Mehrzweckhalle und Geflügelpark soll eine Notunterkunft für rund 100 Flüchtlinge entstehen. Die Großenheidorner machen sich bereit, die Neuankömmlinge willkommen zu heißen, wie sich in einer Bürgerversammlung am Donnerstagabend zeigte.

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Schulleiterin Ursula Bremer ergreift in der Bürgerversammlung das Wort.

Quelle: Kathrin Götze

Großenheidorn. Die Sitzreihen im Forum der Grundschule waren voll besetzt, gut 100 Bürger wollten sich über die Pläne informieren. Die Stadt plant in Großenheidorn ihre zweite Sammelunterkunft, nachdem die erste am Luther Weg in der Kernstadt belegt ist.

Bis Juli könnte der Behelfsbau aus Containern fertig sein, wie Robert Lehmann vom Baureferat den Zuhörern erläuterte. Aus Sicht der Großenheidorner Schulleiterin Ursula Bremer wäre es gut, es dann auch zügig zu belegen. Die Stadt erwartet, wieder viele Familien zugeteilt zu bekommen. Die Integration der Kinder in der Schule sei am besten zu leisten, wenn sie direkt nach den Ferien mit eingeschult werden könnten. "Platz haben wir genug, was uns fehlt ist Personal, da müssen wir rechtzeitig planen", sagte sie.

Ortsbürgermeister Manfred Wenzel berichtete, der Ortsrat beschäftige sich seit rund zwei Jahren mit der Idee der Sammelunterkunft nahe der Mehrzweckhalle. Einzelne Familien seien bereits in Wohnungen und dem Obdachlosenheim am Bordenauer Weg untergebracht, würden von Einheimischen liebevoll betreut. Auch die neuen Zuwanderer werden wohl willkommen geheißen: In der Versammlung signalisierten etliche Fragesteller Interesse, sich ehrenamtlich zu engagieren. Die Anregung, Institutionen zur Hilfe an einem runden Tisch zu versammeln, nahm Wenzel gerne auf.

Nur wenige kritische Stimmen waren zu hören, ein Zuhörer fragte, ob denn kein anderes Grundstück im Stadtgebiet geeignet sei. Ein anderer berichtete von Problemen mit der Ordnung am Bordenauer Weg. "Die Konstellation dort ist ärgerlich, aber ein absoluter Sonderfall", sagte der Erste Stadtrat Carsten Piellusch, "bitte schließen Sie daraus nicht auf andere Zuwanderer."

Im Modulbau können rund 100 Menschen wohnen

Auf einem freien städtischen Grundstück neben dem Großenheidorner Geflügelpark sollen in den nächsten Monaten ein Modulgebäude aus Containern entstehen, in dem rund 100 Menschen unterkommen können. Gewohnt wird in Gruppen zu acht Personen, die sich Dusche und WC teilen und in schmalen Zweibettzimmern schlafen. Zur Straße schließt das Gebäude mit einem Bürotrakt ab, in dem auch Räume für Gemeinschaftsaktivitäten und Sprachkurse Platz finden. Die Investitionskosten liegen bei 2,5 Millionen Euro.

Als mögliche Betreiber sind Johanniter, ASB und DRK im Gespräch. Zum Standard gehören ein Sicherheitsdienst, der rund um die Uhr anwesend ist, sowie sozialpädagogische Betreuung, die den Bewohnern hilft, den Tag zu strukturieren. Dabei seien auch Ehrenamtliche gefragt, sagt Gunnar Bratrich vom städtischen Fachbereich soziale Dienste. Die Bewohner sollen nur zeitweise in der Unterkunft bleiben, bis Wohnungen verfügbar sind.

Von Kathrin Götze

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