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Stadt Wunstorf Hölty: Mehrheitsgruppe sucht noch Linie
Aus der Region Region Hannover Stadt Wunstorf Hölty: Mehrheitsgruppe sucht noch Linie
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00:28 02.11.2018
Viele Zuhörer verfolgen in der Aula der Otto-Hahn-Schule die Sitzung des Schulausschusses. Quelle: Sven Sokoll
Wunstorf

Ohne ein Votum hat der Schulausschuss seine rund zweistündige Debatte um die Zukunft des Hölty-Gymnasiums abgeschlossen. Für die Mehrheitsgruppe aus SPD, FDP und Grünen hatte darum Bernd Maschke gebeten, weil es in ihr noch ein sehr breites Spektrum von Meinungen dazu gibt, wie mit der bisherigen Außenstelle in Steinhude umgegangen werden soll. In der Sitzung am Dienstag in der Otto-Hahn-Schule wurde deutlich, dass Grüne, FDP und AfD sie auch über den Sommer nächsten Jahres hinaus erhalten wollen. Die CDU will aber den Kurs von Schulgremien und Verwaltung mittragen, der eine neue Außenstelle am Luther Weg mit kürzeren Wegen vorsieht.

In der Sitzung des Rates in der nächsten Woche ist so mit einer knappen Entscheidung zu rechnen. Die Mehrheitsgruppe will zuvor Anfang der nächste Woche intern noch mögliche Kompromisslinien ausloten. Während der Ausschussvorsitzende Ulrich Troschke betonte, dass er von der Beschlussvorlage der Verwaltung durchaus überzeugt ist, forderte sein SPD-Parteifreund Wilhelm Bredthauer, Ortsbürgermeister von Steinhude, mehr Zeit zur Beratung und stellte das Konzept für die Außenstelle am Luther Weg wegen des zu aufwendigen Pendelns der Schüler und zu kleiner Räume in Frage. Der Erste Stadtrat Carsten Piellusch betonte allerdings mehrfach, dass die Raumgrößen in der bisherigen IGS-Außenstelle ausreichten.

Für die Grünen betonte Anne Dalig: „Wenn alle direkt in die Hauptstelle gingen, würden wir es unterstützten. Aber so geht es in ein Provisorium, was unter allen Schülern der Schule Unruhe auslöst.“ Die FDP hatte sich in einer Mitgliederversammlung in der vergangenen Woche auf den längeren Erhalt des Standorts Steinhude festgelegt, die AfD schon frühzeitig einen entsprechenden Antrag formuliert.

„Die Entscheidung der Schulgremien und die entsprechende Stellungnahme der Landesschulbehörde können vom Schulträger nicht einfach weggewischt werden“, begründete dann aber Heinz-Gerhard Kück die Haltung der CDU. Die Fraktion sei vom Konzept für den Luther Weg überzeugt. Er begrüßte auch, dass nun die überfälligen Baumaßnahmen am Hölty-Gymnasium mit der Vorlage in Angriff genommen werden sollen. Fraktionskollege Nicolai Balzer betonte, dass die Schließung des Schulzentrums in Steinhude die logische Konsequenz der IGS-Gründung vor neun Jahren sei. Auch wenn er die damals nicht gewollt habe, müsse jetzt auch die Mehrheitsgruppe sehen, dass das Hölty-Gymnasium Hilfe brauche.

Als Lehrervertreterin im Ausschuss hatte Kerstin Ziegler noch einmal deutlich gemacht, welche Schwierigkeiten die Arbeit an zwei Standorten dem Kollegium bereiten. „Das Schulleben kann nicht richtig zusammenwachsen“, sagte sie. Unter den vielen Zuhörern waren aber auch Aktive der Steinhuder Bildungsinitiative, aus deren Sicht die Konzepte für eine Konzentration in der Kernstadt aber auch noch nicht ausgegoren sind.

Die Sitzung des Rates beginnt am Mittwoch, 7. November, um 18 Uhr ebenfalls in der Aula der Otto-Hahn-Schule, Barnestraße 80.

Von Sven Sokoll

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