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Stadt Wunstorf Schulvorstand soll kurzfristig beraten
Aus der Region Region Hannover Stadt Wunstorf Schulvorstand soll kurzfristig beraten
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10:57 24.06.2018
Der Schulvorstand der Grundschule Hagenburg soll kurzfristig einberufen werden. Quelle: Jan Peter Wiborg
Hagenburg

Kurzfristig will Sonja Fibiger, Leiterin der Wilhelm-Bock-Grundschule, den Schulvorstand zu einer außerordentlichen Sitzung einberufen. Beraten werden soll über eine Resolution des Samtgemeinderates, der die Fortsetzung der Nachmittagsbetreuung von 14.30 Uhr bis 15.30 Uhr in der Wilhelm-Bock-Grundschule auch im nächsten Schuljahr fordert. Der Schulvorstand lehnt laut Fibiger aber eine weitere Verantwortung für die Stunde ab.

Zur Entscheidung des Vorstandes, dem vier Lehrer und vier Eltern von Schülern angehören, hat die Schulleiterin Stellung genommen. „Das haben wir uns nicht leicht gemacht“, sagte Fibiger. Immerhin sind 40 Schüler von der fehlenden Betreuungsstunde betroffen. Als Ursache der Entscheidung nannte Fibiger, dass die Kommunikation zwischen der Samtgemeinde als Schulträger und der Schule seit Bestehen der Offenen Ganztagsschule im Jahr 2016 „ruppelig“ verlaufe. Immer wieder seien vor allem personelle Tatsachen geschaffen worden, vor die die Schule kurzfristig gestellt worden sei.

Für das kommende Schuljahr 2018/19 stellt sich die Situation folgendermaßen dar: Drei von vier pädagogischen Mitarbeitern, die derzeit zwischen 14.30 und 15.30 Uhr die Schüler betreuen, sollen nach Willen der Samtgemeinde – diese finanziert die Kräfte – nicht weiter beschäftigt werden. Wohl aber sollen alle vier Stellen wieder besetzt werden. Zu den betroffenen Kräften, die nicht weiter beschäftigt werden sollen, zählt auch die Koordinatorin des Betreuungsangebotes. Fibiger: „Bis heute weiß ich die Gründe nicht.“ Mehrmals habe sie versucht – per Telefon und per E-Mail – darüber mit Samtgemeindebürgermeister Jörn Wedemeier zu reden. Ein Kontakt sei aber nicht zustande gekommen. Dass die besagte Betreuungskraft im kommenden Schuljahr nicht weiter tätig sein soll, versteht Fibiger nicht. Die Schulleiterin: „Es lief. Ich war zufrieden. Es passte perfekt mit der Koordinatorin.“

Die personellen Entscheidungen für das nächste Schuljahr seien ihr seitens der Samtgemeinde nicht mitgeteilt worden. Erfahren habe sie von der Nicht-Weiterbeschäftigung von einer Betroffenen selbst.

Wegen der unbefriedigenden Kommunikation seitens der Samtgemeinde, die zudem die Hoheit über die Personalentscheidungen beanspruche, habe der Schulvorstand entschieden, die Verantwortung für die Betreuungsstunde vollständig an die Samtgemeinde zu übertragen, seitens des Vorstandes also das Angebot fallenzulassen. Bislang habe sich die Schule in der Verantwortung engagiert.

Mit der genannten Resolution wolle die Samtgemeinde die Verantwortung nun wieder der Schule zuschieben, so Fibiger. Um über die Erklärung zu beraten, will sie möglichst schnell und mit verkürzter Ladungsfrist eine außerordentliche Sitzung des Schulvorstandes einberufen, vor der Sitzung mit einem Schulvorstandsmitglied ein informelles Gespräch führen. Ob die Sitzung noch vor den Ferien stattfindet, ist nicht klar.

Von Vera Skamira

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