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Stadt Wunstorf Straßenausbauten werden standardisiert
Aus der Region Region Hannover Stadt Wunstorf Straßenausbauten werden standardisiert
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00:22 29.04.2018
Für Straßenausbauten will die Stadt Standards festlegen. Quelle: dpa-Zentralbild
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Wunstorf

 Wenn die Stadtverwaltung mit Anwohnern und Politik über Straßenausbauten verhandelt, will sie künftig definierte Standards in der Hinterhand haben. Die Bauexperten haben einen Katalog zusammengestellt, den der Rat am 13. Juni beschließen soll.

„Die Erfahrungen mit aktuellen Straßenausbauprojekten zeigen, dass es sehr schwierig ist, einen Prozess mit intensiver Bürgerbeteiligung zu gestalten, ohne sich an Standards als politisch beschlossener Grundlage zu orientieren“, beginnt die Beschlussvorlage. Aufgeführt werden dann die unterschiedlichen Kategorien von Straßenbreiten bis zum Grün. Dabei will die Verwaltung nicht immer den bundesweiten Richtlinien folgen.

Das resultiert bei den Maßen vor allem daraus, dass die Autos im Verkehr immer breiter werden. So hat sie die Breiten von Fahrbahnen und Parkstreifen teilweise erhöht, um bis zu 40 Zentimeter gegenüber den Mindestvorgaben. Damit kommt sie zum Beispiel bei Straßen mit einer Höchstgeschwindigkeit von unter 40 Kilometern pro Stunde auf Fahrstreifen mit 4,50 Metern (ohne Lastwagen-Verkehr), Gehwege mit 2,55 Metern und Parkstreifen mit 2,25 Metern als Mindestbreiten. 

Für den Straßenaufbau gibt es definierte Belastungsklassen, die die Stadt so anwenden will, dass die Bauten möglichst lange halten. Eine spätere Sanierung der Fahrbahndecke ist auch nur möglich, wenn darunter alles stabil genug ist. Festgelegt wird, dass verkehrsberuhigte Bereiche ein rotes Betonsteinpflaster bekommen und Wohnstraßen mit Tempo 30 graues Pflaster mit roten Gehwegen. Asphalt soll nur verwendet werden, wenn der Untergrund es erfordert.

In der Regel soll in den Straßen für jeweils vier Wohneinheiten ein Parkplatz eingeplant werden. Um das Tempo zu drosseln, sollen in verkehrsberuhigten Bereichen zum Beispiel Einengungen oder Aufpflasterungen vorgesehen werden, aber so, dass die Anwohner nicht übermäßig von Lärm gestört werden. Mindestens drei Prozent der Ausbaufläche soll für die Begrünung freigehalten werden. Mit der Vorlage will die Verwaltung aber auch die Ermächtigung bekommen, ohne weitere Beschlüsse Details der Ausbauplanung zu verändern, etwa wenn der Standort eines Baumes oder einer Laterne noch etwas angepasst werden muss.

Der Bauausschuss spricht über die neuen Standards in seiner Sitzung am Donnerstag, 3. Mai. Zunächst besichtigt er ab 17 Uhr die Kläranlage Luthe, Friedhofstraße 97, wo dann auch um 18 Uhr die öffentliche Sitzung beginnt. Außerdem spricht der Ausschuss über die Fußgängerzonenregelung für Steinhude, die der Ortsrat bereits abgelehnt hat, und über eine Satzung, mit der in dem Erholungsort das Parken auf Grünflächen geahndet werden kann.

Riedel: Keine Baupause einlegen

In der Debatte um die künftige Finanzierung von Straßenausbauten sollen die Bürger nicht mit vorschnellen Vorschlägen verunsichert werden. Das hat die Vorsitzende der Mehrheitsgruppe aus SPD, Grünen und FDP im Rat, Kirsten Riedel, gefordert. Sie reagiert damit auf die Rede von Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt beim Frühlingsempfang der Luther CDU, der über eine Pause bei den Straßenausbauten nachgedacht hatte.

Er begründete das vor allem mit den aktuell hohen Baupreisen und einer Überlastung der Stadtverwaltung. Unabhängig davon erhofft er sich mittelfristig Veränderungen an der Grundsteuer. Eine generelle Pause bis dahin will Riedel jedenfalls auf keinen Fall und fordert, dass nach Bedarf und nach den bisherigen, vom Rat bestätigten Regeln für die Anliegerbeiträge weiter gebaut wird.

Von Sven Sokoll

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