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Stadt Wunstorf Flugzeug-Fans fotografieren auf Fliegerhorst
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00:42 10.06.2018
Spotterday auf dem Fliegerhorst Wunstorf. Quelle: Sven Sokoll
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Wunstorf

Geduld ist eine wichtige Tugend für Spotter, dazu kamen am Donnerstag auf dem Fliegerhorst als günstige Voraussetzungen eine gute Kamera, Schallschutz in den Ohren und angesichts der Hitze ausreichend Getränke und Sonnencreme. Dieser besonderen Szene von Flugzeug-Fotografen wollten die Organisatoren vor dem Tag der Bundeswehr am Sonnabend erstmals die Gelegenheit geben, viele Aufnahmen zu machen. Die Nachfrage war groß, schließlich hatten 300 Spotter eine Zusage bekommen.

Als um 11.30 Uhr der Einlass beginnt, verteilen sie sich rasch am Zaun, um sich die besten Plätze zu sichern – auch wenn das Spektakel erst eineinhalb Stunden später beginnen soll. Auch Hans Koning, Bert Arendsen und Gerrit Smit sind darunter, die aus den Niederlanden angereist sind und damit zu insgesamt 15 ausländischen Gästen zählen. Allerdings nehmen die Rentner oft noch weitere Touren für solche Veranstaltungen auf sich: Arendsen hat sogar in Nordkorea schon Flugzeuge fotografiert.

„Wir haben uns alle ganz schnell für diesen Tag angemeldet“, sagt Smit. Die drei sind gemeinsam in einem Verein aktiv, in dem man sich die neuesten Errungenschaften gegenseitig zeigt. Koning, der eine Sammlung von 30.000 Flugzeug-Aufnahmen hat, hat auch schon ein mehrbändiges Buch zum Kampfjet Starfighter veröffentlicht. „Bei mir hat die Leidenschaft schon vor mehr als 50 Jahren angefangen, als ich bei uns immer an einem Militärflugplatz stand“, berichtet er.

Mit einem Hubschrauber CH-53 beginnt die vierstündige Show dann noch einigermaßen gemächlich. Als ein Eurofighter-Jet dann aber zum Start ansetzt, lässt der ohrenbetäubende Lärm alle Objektive gleichzeitig hochzucken. Nun wird klar, warum ein Soldat gerade noch Schallschutz an alle verteilt hatte. Viele der erfahrenen Spotter haben aber auch ihren eigenen dabei. Das Kampfflugzeug dreht wilde Kurven und fliegt mehrmals in niedriger Höhe über die Fotografen.

„Leider ist er meistens in die Sonne geflogen“, sagt Bernd Selbmann etwas unzufrieden, als er sich anschließend die Fotos auf seinem Kamera-Display ansieht. Er ist aus Rösrath bei Köln gekommen –nicht mit ganz hohen Erwartungen, weil er die meisten Flugzeugtypen in Wunstorf schon mal fotografiert hat. „Vor zwei Wochen habe ich in Posen eine Mig 29 fotografiert“ – über dieses Kampfflugzeug aus sowjetischer Fertigung auf seiner Speicherkarte freut er sich dann aber schon. Um Nachfragen bedienen zu können, bemüht er sich aber immer, seine Archivbestände weiter auszudehnen. „Groß Geld verdienen kann man damit aber nicht.“

Von Sven Sokoll

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