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Transall bleibt am Boden

Kreis Schaumburg/Wunstorf / LTG 62 muss zeitweilig den Flugbetrieb einstellen Transall bleibt am Boden

Das Lufttransportgeschwader (LTG) 62 auf dem Fliegerhorst in Wunstorf muss den Flugbetrieb über einen längeren Zeitraum einstellen. In der kommenden Woche und der letzten Novemberwoche sowie an einigen Tagen im Dezember bleibt der Flugplatz geschlossen. Grund dafür: Die Zahl der Feuerwehrleute und deren Arbeitsstunden reichen derzeit nicht aus, um die Flugunfallbereitschaft sicherzustellen. Diese ist sowohl für Trainingsflüge als auch für Einsätze vorgeschrieben.
 

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Im November und Dezember bleibt die Transall am Fliegerhorst Wunstorf zeitweilig am Boden. Die Zahl der Feuerwehrleute des LTG 62 sowie deren Dienststunden reichen für Starts und Landungen nicht aus.

Quelle: pr.

Von Verena Insinger

Kreis Schaumburg / Wunstorf.   Das Lufttransportgeschwaders (LTG) 62 auf dem Fliegerhorst in Wunstorf muss den Flugbetrieb über einen längeren Zeitraum einstellen. In der kommenden Woche und der letzten Novemberwoche sowie an einigen Tagen im Dezember bleibt der Flugplatz geschlossen. Grund dafür: Die Zahl der Feuerwehrleute und deren Arbeitsstunden reichen derzeit nicht aus, um die Flugunfallbereitschaft sicherzustellen. Diese ist sowohl für Trainingsflüge als auch für Einsätze vorgeschrieben.

Bereits seit mehr als einem Jahr fehlen beim LTG 62 fünf ausgebildete Feuerwehrleute. Deren Vorgänger waren aus Altersgründen aus dem Dienst geschieden, und bislang sind keine neuen nachgerückt. Dank flexibler Arbeitszeiten konnte der Gefechtsstand, der das Personal vor Ort koordiniert, die verbliebenen Helfer bislang allerdings ohne Probleme einsetzen. Das ist seit dem 1. November passé. Seit Monatsbeginn ist die Feuerwehr auf militärischen Stützpunkten der Bundeswehr dem Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw) unterstellt.
Nach europäischem Recht dürfen die Feuerwehrleute nun keine Überstunden mehr machen. Im Falle des Fliegerhorstes Wunstorf muss der Kommodore, Oberst Guido Henrich, nun gewährleisten, dass die vorgeschriebenen Jahresstunden der Feuerwehr des LTG 62 nicht überschritten werden.

Derzeit gehören zur Feuerwehr am Fliegerhorst 67 Männer und Frauen. 72 Stellen sind vorgesehen. „Die Ausschreibungen laufen, es sind allerdings keine Bewerber da“, sagt Henrich. Einfluss darauf könne er keinen nehmen. „Die Bundesbehörde kann nichts anderes machen, als die Stellen auszuschreiben. Und wir können nur hoffen, dass die Leute kommen.“ Sobald eine Transall, die als der Lastesel der Bundeswehr gilt, in Wunstorf startet oder landet, müssen 21 Feuerwehrleute in Uniform in ihrem Fahrzeug auf dem Rollfeld stehen – für den Fall eines Unfalls. Für den normalen Werks- und Brandschutz reichen acht Einsatzkräfte aus. Die Beamten stehen im Dienst der Bundeswehr, sind allerdings keine Soldaten. Sie arbeiten im Schichtsystem.
Weil der Mangel an Feuerwehrleuten kein Wunstorf-spezifisches Problem ist, habe das BAIUDBw bereits angefangen, nachzujustieren, erklärt Henrich. Das Amt übernimmt die Personalplanung der Bundeswehrstützpunkte. Den Grund für die geringe Nachfrage von Berufsfeuerwehrleuten bei der Bundeswehr kennt Henrich nicht, stellt aber fest: „Die Berufsfeuerwehren der Kommunen schnappen uns das Personal vor der Nase weg.“
Wenn im LTG 62 im November und Dezember der Flugplatz zeitweilig gesperrt bleibt, springen die beiden Schwestergeschwader in Hohn und Landsberg ein. Koordiniert werden die Einsätze vom Europäischen Lufttransportkommando (EATC).

Außer in den beiden Novemberwochen wird nach Angaben Henrichs im Dezember noch am einen oder anderen Tag der Flugbetrieb eingestellt. „Ende des Jahres hat das nicht so große Auswirkungen“, erläutert er. Viele Soldaten seien im Urlaub, und auch das Einsatzaufkommen gehe kurz vor Weihnachten zurück. Henrich hofft, dass es sich bei dem Mangel an Feuerwehrleuten um „ein temporäres Problem“ handelt. „Spätestens wenn der Airbus A-400M im November 2014 eingeführt wird, hoffe ich, dass unsere Feuerwehr wieder komplett ist.“ Spätestens aber 2017, wenn die bestellten 17 neuen A-400M in Wunstorf sind, „muss es wieder laufen“.

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