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Weiße Bojen zur Probe

Großenheidorn / Naturschutzgebiets-Erweiterung Weiße Bojen zur Probe

Die Region Hannover setzt Zeichen: Fünf weiße Tonnen markieren seit Mittwoch die mögliche Erweiterungsfläche des Naturschutzgebietes im Ostenmeer.

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Wolfgang Fiedler (Zweiter von links) überwacht das Auslegen der weißen Bojen. jpw

Quelle: jpw

Von Jan Peter Wiborg

Großenheidorn. Um zum Teil sehr empfindliche Vogelarten mit ihrem Rastraum besser zu schützen, wird in der Umweltverwaltung der Region Hannover überlegt, die Grenze des heutigen Naturschutzgebietes (NSG) um etwa 300 Meter seeseitig zu verlegen.

Die drei vorhandenen Naturschutzgebiete „Ostufer Steinhuder Meer“, „Wulveskuhlen“ und „Wunstorfer Moor“ sollen zusammengefasst und auf der Land- und Seeseite ausgeweitet werden. Damit, so heißt es von Seiten der Region, werde auch eine EU-Vorgabe erfüllt, die FFH- und Vogelschutzgebiete am Steinhuder Meer zu sichern.

Der überwiegende Teil des rund 60 Hektar großen Bereiches auf dem Steinhuder Meer wird von Wassersportlern zum Segeln und Baden genutzt. Aber nicht nur Wassersportler, sondern auch Landwirte und Touristiker hegen, wie berichtet, ebenfalls starke Bedenken gegen die von der Region beabsichtigte Erweiterung.

Der Umweltdezernent der Region Hannover, Axel Priebs begleitete zusammen mit dem Teamleiter Naturschutz West der Region Hannover, Wolfgang Fiedler, die Vertonnung: „Diese neuen, weißen Bojen am Ostufer dienen dazu, den Planungsstand vor Ort besser erkennen zu können“, sagte Priebs und wies darauf hin, dass das Verfahren noch ganz am Anfang stehe. Erst anschließend, zu Beginn des Jahres 2014, solle entschieden werden, mit welchem Abgrenzungsvorschlag das öffentliche Verfahren für das geplante Schutzgebiet „Totes Moor – Ostufer Steinhuder Meer“ eingeleitet werde.

Er bat die Segler darum, am Jahresende in einer Diskussion die Erfahrung mit der Test-Betonnung mitzuteilen. Die Region lässt parallel dazu die Wassertiefen im Erweiterungsbereich sowie die Störeinwirkungen auf die geschützten Vogelarten durch Gutachter untersuchen.

„Wir können im verschlammten Westenmeer nicht mehr segeln“, sagte Emke Hillrichs, einer der Sprecher der Inititative „Pro Steinhuder Meer“, die sich gegen die Ausweitung des Naturschutzgebiets wendet. In den fraglichen Bereich des Ostenmeers würden auch zunehmend Regattafelder verlagert. Es sei richtig, dass es sich nur um sieben Prozent der Wasserfläche des Steinhuder Meeres handele, dieses seien aber 27 Prozent der für den Segelsport nutzbaren Fläche. Hillrichs begleitete die Vertonnung, nicht ohne zu betonen, dass die weißen Markierungen für Segler „jederzeit überfahrbar“ seien.

Priebs versprach anschließend im Vereinsheim des Segelclubs Großenheidorn für den Herbst auch gezielte Gespräche mit den Wassersportlern – unter anderem auch über die Erfahrungen mit der Probe-Vertonnung, „um zu einer fundierten Abwägung der unterschiedlichen Interessen und möglichst zu einem Konsens zu kommen“.

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