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Stadt Wunstorf Eltern wollen Hölty-Außenstelle erhalten
Aus der Region Region Hannover Stadt Wunstorf Eltern wollen Hölty-Außenstelle erhalten
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00:35 14.06.2018
Die Außenstelle des Hölts ist im Schulzentrum Steinhude untergebracht Quelle: Rocktäschel
Steinhude

Die Tage der Hölty-Außenstelle in Steinhude sind gezählt: Früher oder später wird die Schule den Standort aufgeben, das ist klar. Wenn es nach einer wachsenden Gruppe Eltern geht, deren Kinder am Standort unterrichtet werden, wäre später aber besser. Mit einem offenen Brief wenden sie sich an die Schulöffentlichkeit, über das Netzwerk Avaaz.org ist außerdem eine Internet-Petition unterwegs, die am Montagnachmittag bereits mehr als 220 Unterzeichner gefunden hatte und fordert, die Laufzeit für die Außenstelle um weitere drei Jahre zu verlängern.

Aktuell wird in Schule und Politik diskutiert, sie bereits im Sommer 2019 zu schließen. Da die Hauptstelle des Gymnasiums an der Hindenburgstraße noch nicht genug Räume für alle Schüler hat, kam das ehemalige Verwaltungsgebäude der Firma Vion am Luther Weg ins Gespräch, das die IGS momentan als Außenstelle nutzt, bis eine Erweiterung des Hauptgebäudes fertig ist. Auch das Gymnasium würde dann noch erweitern, im Flügel an der Oswald-Boelcke-Straße sollen zehn bis zwölf neue Räume entstehen.

Das erscheint den Kritikern nicht besonders sinnvoll: Der Wunsch der Schulleitung, Schüler, Lehrer an einem Ort zu haben, sei wohl verständlich, schreiben sie. Realistisch sei er, sobald alle notwendigen Baumaßnahmen abgeschlossen sind. Unter diesen Voraussetzungen werden sicher auch alle die Mischung und Vergrößerung der Klassen der dann betroffenen Jahrgänge, längere Fahrtwege und Umgewöhnungen in Kauf nehmen.

Die Eltern sehen jedes einzelne Schuljahr, das die Kinder in kleineren Klassen verbringen können, als Gewinn an. Unterrichtsausfälle und Vertretungsstunden, aus Sicht der Schulleitung wichtigster Grund für den Wunsch nach Schließung der Außenstelle, seien an beiden Schulstandorten etwa gleich häufig. Die Schulleitung hatte berichtet, dass insbesondere in Krankheitsfällen die Vertretungslehrer zusätzlich zu den Stunden in der Außenstelle noch lange Anfahrtswege in Kauf nehmen müssten. Damit fielen sie für weitere Unterrichtszeit aus. Zu Stoßzeiten kann die Fahrt zwischen Wunstorf und Steinhude schon mal eine halbe Stunde dauern. „Wir haben festgestellt, dass die Organisation der Außenstelle nicht vernünftig zu leisten ist“, sagt Schulleiter Thomas van Gemmern.

„Eine extrem schwierige Situation“, findet Olaf Plate, der Vorsitzende des Schulelternrats. Die Politik habe nun einmal entschieden, die Steinhuder Schule aufzugeben. In dieser Konstellation bräuchte das Gymnasium theoretisch Lehrer für mehr als 100 Prozent Unterrichtsversorgung – eine unrealistische Forderung, das sieht auch der Schulleiter so.

In einer Sitzung hätten Eltern von beiden Schulstandorten mit Mitgliedern der Schulleitung, Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt und dem ersten Stadtrat Carsten Piellusch intensiv diskutiert, ein erstes Meinungsbild fiel zugunsten der Schließung 2019 aus. Elternvertreter Plate setzt auf weitere Informationen und Gespräche, hat für den 25. Juni eine Versammlung mit Schulleitung, städtischen Vertretern und Elternvertretern anberaumt. Er hoffe, dass nicht wieder ein ähnlich heftiger Streit entstehe wie seinerzeit, als es um die Schließung der einst selbstständigen Steinhuder Schule ging.

Von Kathrin Götze

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