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Stadt Wunstorf Motorradfahrer in Wunstorf rast vor Polizei davon und stirbt
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11:22 04.06.2018
Ein 23 Jahre alte Motorradfahrer prallte an der Einfahrt zur Schlobbenriede gegen eine Hauswand und starb. Die Feuerwehr musste die Unfallstelle mit Sichtschutz absperren. Quelle: Feuerwehr Wunstorf
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Wunstorf

Bei der Flucht vor der Polizei ist am Sonnabend gegen 23 Uhr ein 23 Jahre alter Motorradfahrer in der Innenstadt von Wunstorf gestorben.

Zwei Polizeibeamte in ihrem Streifenwagen waren zuvor auf den 23-jährigen Motorradfahrer aufmerksam geworden, weil es über Funk eine Meldung gegeben hatte, dass ein Motorradfahrer in der Straße In den Ellern ein Auto beschädigt habe. Die Polizisten sahen den 23-Jährigen mit seiner Husqvarna an der Hagenburger Straße und nahmen sofort mit eingeschaltetem Blaulicht die Verfolgung auf.

Als der Motorradfahrer in die Straße In den Ellern bog, trat plötzlich ein weiterer Mann auf die Straße, sodass der Streifenwagen der Polizei bremsen musste. Dies nutzte der 23-Jährige, um in Richtung Haste zu flüchten. Doch als er an der Einmündung zur Langen Straße nach links abbog, um in die Schlobbenriede zu fahren, touchierte er den Bordstein, verlor die Kontrolle über das Motorrad, stieß gegen ein Verkehrszeichen, durchbrach eine Steinmauer und prallte schließlich gegen eine Hauswand.

20-Jähriger behindert Polizei bei Erster Hilfe

Die beiden Polizisten leisteten sofort Erste Hilfe, wurden dabei jedoch von einem 20 Jahre alten Mann behindert, der sich zuvor auf die Straße gestellt hatte. Er musste mit Pfefferspray abgewehrt und schließlich sogar gefesselt werden. Wie sich später herausstellte, war er ein Bekannter des Unfallopfers.

Der Notarzt konnte nur noch den Tod des 23-Jährigen feststellen. Laut Feuerwehr wurden bereits die Ersthelfer von mehreren Gaffern umzingelt. Unweit des Unfallortes wurde an diesem Wochenende das Wunstorfer Schützenfest gefeiert. „Das Geschehen lag möglicherweise auf dem Heimweg vieler Besucher“, sagt Feuerwehrsprecher Marvin Nowak. Die Passanten hätten sich immer wieder lautstark und penetrant zum Unfallort durchgedrängelt und hätten Fotos und Videos gemacht. Bevor die Verstärkung der Polizei eintraf, standen die Gaffer unmittelbar an der Unfallstelle. Die Feuerwehr musste mit sämtlichen Planen und Decken die Unfallstelle abzudecken, dennoch versuchten Neugierige immer wieder Motorrad und Opfer zu sehen. „Die Polizei hat eine Absperrung um den Bereich eingerichtet“, sagt Feuerwehrsprecher Nowak. „Aber die schützt nicht vor den Blicken.“ Laut Polizei wurden allerdings keine Anzeigen gegen die Gaffer vor Ort erstattet.

Bei den weiteren Ermittlungen stellten die Beamten fest, dass der Mann das Motorrad – eine Husqvarna 701 Supermoto – am Freitag in Höxter geliehen oder gemietet, aber nicht zurückgegeben haben soll. Zudem besaß der 23-Jährige keinen Führerschein und war zum Zeitpunkt des Unfalls alkoholisiert.

Der 20-Jährige muss sich nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sowie Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verantworten. Auch gegen den 36 Jahre alten Streifenwagenfahrer wird routinemäßig wegen Verdachts auf fahrlässige Tötung ermittelt.

Von RND/sbü/man

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