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Stadt Wunstorf Naturerlebnisbad verstärkt Wasserreinigung
Aus der Region Region Hannover Stadt Wunstorf Naturerlebnisbad verstärkt Wasserreinigung
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00:39 10.06.2018
Im Naturerlebnisbad Luthe wird fieberhaft gearbeitet, damit es am Sonnabend wieder geöffnet werden kann. Vorstandsvorsitzender Reinhard Gräpel (links) und Schwimmeister Michael Kuller inspizieren einen Schacht, in den Wasser abgepumpt wird. Quelle: Rita Nandy
Wunstorf

Die Anspannung bei den Betreibern des Luther Naturerlebnisbad ist groß. Für Donnerstagmorgen hat sich das Gesundheitsamt angekündigt, um das Ergebnis der ersten Kontrolle mitzuteilen und weitere Wasserproben zu entnehmen. Ein Blick auf die vom Gesundheitsamt notierten Werte lässt die Verantwortlichen vor Erleichterung aufatmen. Sie sind in Ordnung. Stimmt auch die zweite Probe, kann am Sonnabend, 9. Juni, das Bad wieder für Besucher geöffnet werden.

Die achttägige Schließung, bereits in der vergangenen Woche war eine Probe positiv ausgefallen, kostet das Bad rund 9000 Euro an Einnahmen. „5000 bis 6000 Badegäste fehlen“, sagt der Vorstandsvorsitzende Reinhard Gräpel. Hinzu kämen erhöhte Personalkosten für die intensivere Reinigung sowie für die zahlreichen Wasserkontrollen. Im Gegensatz zu einem konventionellen Bad, das drei bis vier Mal pro Jahr kontrolliert werde, gebe es im Naturbad 16 bis 17 Prüfungen. An sechs Stellen würden Proben entnommen. Um der Ursache für die erhöhten Werte auf die Spur zu kommen, sei um eine Wasserentnahme an einer weiteren Stelle gebeten worden.

Drei Mitarbeiter und zwei Bundesfreiwillige arbeiten fieberhaft daran, die Wasserqualität zu verbessern. Unter anderem seien das Schwallwasserbecken und die Kaskaden leer gepumpt und gereinigt worden, erläutert Schwimmmeister Michael Kuller. Die Grenzwerte für Pseudomona liegen bei zehn auf 100 Milliliter, bei E-Coli-Bakterien bei 100 und bei Enterokokken bei 50. Die letzteren Bakterien waren auch für die Schließung des Bades verantwortlich. Zu einer möglichen Gesundheitsgefahr für die Badegäste verweist Gräpel auf anders geltende Regelungen für offene Gewässer. „Die Grenzwerte für das Steinhuder Meer liegen beim Zehnfachen.“

Mit einem Wassersprenger sollen Enten vertrieben werden, damit sie nicht im Bad schwimmen. Quelle: Rita Nandy

Als Ursache für die Grenzüberschreitung kommen mehrere Möglichkeiten in Betracht. Schuld könnten die Reparaturarbeiten am Schwimmerbecken sein. Außerdem sei bei den Reinigungsarbeiten ein toter Vogel im Pflanzenfilterteich gefunden worden. Ebenso könnten Badegäste oder Enten das Wasser verschmutzt haben. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Rolf Hoch appelliert auch an die Besucher, sich unbedingt vor dem Baden gründliche mit Seife abzuduschen.

Von Rita Nandy

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