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Steinhuder Meer: Uneinig über Schutzzonen

Notgemeinschaft denkt über Klage nach Steinhuder Meer: Uneinig über Schutzzonen

Knapp einen Monat nach der Ausweisung des Naturschutzgebietes (NSG) Totes Moor am Ostufer des Steinhuder Meeres seitens der Region Hannover zeigen sich Naturschützer und Umweltverbände mit der Verordnung zufrieden.

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Über den Anteil der naturgeschützten Flächen des Steinhuder Meeres waren sich nicht alle Beteiligten einig.

Quelle: Archiv

STEINHUDE. Das Verfahren hat rund fünf Jahre gedauert und hatte für reichlich Kritik gesorgt. Die Notgemeinschaft Steinhuder Meer, die Interessen unterschiedlicher Nutzergruppen auf und am Meer vertritt, hatte sogar eine Klage erwogen. Auch der Verein Projekt Steinhuder Meer hatte gegen Punkte der Verordnung protestiert, zeigte sich aber letztlich mit dem erreichten Kompromiss hinsichtlich des Verlaufes der Grenzlinie auf dem Wasser zufrieden.

Die Region hatte 3179 Hektar zum Naturschutzgebiet erklärt. Damit wurden die drei vorhandenen Ostufer Steinhuder Meer, Wunstorfer Moor und Wulveskuhlen zusammengefasst und darüber hinaus rund 2000 Hektar zusätzlich unter Schutz gestellt. Einziger Kritikpunkt des Naturschutzbundes (Nabu) Niedersachsen und lokaler Umweltorganisationen ist, dass nur zusätzlich 2,5 Prozent der Seefläche unter Schutz gestellt wurden. Damit beträgt der Anteil geschützter Seefläche zehn Prozent. Das sei viel zu wenig, um wertvolle Arten auf Dauer zu schützen, heißt es in einer Mitteilung des Nabu.

Thomas Brandt, Biologe und wissenschaftlicher Leiter der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer, teilt diese Auffassung. „Das Resultat kann sich sehen lassen, aber die Wasserseite ist zu kurz gekommen“, sagte er. In dem Gebiet brüteten gefährdete Vögel und leben gefährdete Arten. Neben Rotschenkel-, Waldwasserläufer-, Bekassinen- und Kranichpaaren kommen dort Ziegenmelker, Fischotter, Schlammpeizger, Schlingnatter und Laubfrösche vor.

Die Notgemeinschaft Steinhuder Meer zeigt sich mit dem NSG, insbesondere der Grenzlinie auf dem Wasser, nicht einverstanden. Sie lässt mithilfe eines Anwalts die Aussichten auf den Erfolg einer Normenkontrollklage prüfen. Für die Einleitung hat die Notgemeinschaft ein Jahr Zeit, sagte der Vorsitzende Johannes Franke. sok

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