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Weniger Blaualgen im Steinhuder Meer

Baden meist unbedenklich Weniger Blaualgen im Steinhuder Meer

Hat die Häufigkeit von Blaualgenkonzentrationen im Steinhuder Meer in den vergangenen Jahren zugenommen?

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Problemlos planschen: Im Steinhuder Meer hat die Blaualgenkonzentration in den vergangenen Jahren abgenommen. 

Quelle: jpw

SEEPROVINZ.   Experten verneinen diese Frage. Die Cyanobakterien, wie Blaualgen eigentlich korrekt heißen, können beim Verschlucken Atembeschwerden, Erbrechen und Lähmungen hervorrufen.

Die giftigen Algen brauchen allerdings Wärme zum Gedeihen. Gegenwärtig besteht nach Ansicht von Experten bei Wassertemperaturen um 20 Grad keine Gefahr für Badegäste. Herrscht einige Tage wärmeres Wetter, sollten Bereiche, die möglicherweise grünliche Schlieren auf der Wasseroberfläche aufweisen, gemieden werden. Gerade Kleinkinder sollten in betroffenen Uferbereichen dann nicht planschen.

Angesichts ständiger Hinweisschilder an den Badestränden in Steinhude und Mardorf und Warnungen bei tagelanger Hitze, die die Region Hannover verbreitet, bekommt der Besucher den Eindruck, dass die Konzentration im Seewasser in der Tendenz eher ansteigt.

Experten sind allerdings anderer Meinung. Wie berichtet, hat der ehrenamtliche Naturschutzbeauftragte Michael Butkay, der einmal im Jahr im Steinhuder Meer nach Blau- und Grünalgen fischt, einen starken Rückgang von 100 Phytoplankton-Exemplaren im Jahre 2003 auf 34 im Jahr 2015 festgestellt.
Grün schillernde Uferbereiche sollen früher keine Seltenheit gewesen sein: „Das Wasser war ständig planktongetrübt und dominiert von Blaualgen“, hat der Wissenschaftler Jans Poltz über die vergangenen Jahrzehnte festgestellt. „Diffuse Einträge“ sowie die mechanisch-biologisch gereinigten Abwässer einer Zentralkläranlage, die von 1966 bis 1972 in den See flossen und bis 1976 auch das Abwasser der Kläranlage in Rehburg, wurden als Hauptursache ausgemacht.

Die Wasserqualität stieg daraufhin. Einen erheblichen Anteil der heute noch kritischen Phosphatfracht, die das „Futter“ für Blaualgen darstellt, machen nach Aussage des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz die Nährstoffeinträge über die Regenwassereinleitungen aus Steinhude und Großenheidorn sowie aus den Zuläufen Winzlarer Grenzgraben, Großenheidorngraben, Bannseegraben und Hochmoorgräben aus. Nicht zu vernachlässigen sei auch die Freizeitnutzung.

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