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Zwei Tage „Open Meer“: Zauberhaft mit Regendusche

Wilhelmstein / Musik Zwei Tage „Open Meer“: Zauberhaft mit Regendusche

Mausert sich der Wilhelmstein künftig zu einer der ersten Adressen in der Musikfestival-Szene? „Wer weiß, was sich hier entwickelt?“, mutmaßte Haus- und Schirmherr sowie Moderator Alexander zu Schaumburg-Lippe zu Beginn des zweitätigen „Open Meers“ „Jedenfalls waren Sie und ich bei den Anfängen dabei“, wandte er sich an das Publikum auf dem großzügigen Rasen unter den mächtigen Bäumen neben der trutzigen Festung.

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Frizz Feick sorgt für Stimmung beim "Open Meer".

Quelle: rg

Steinhude (jpw). Über die Ränder des künstlichen Eilandes zauberte gerade ein richtig anheimelnd-kitischiger Sonnenuntergang sein verglühendes Licht von Westen her auf die begeisterten Gesichter, deren Besitzer sich bis zur Musik vor allem den kulinarischen Genüssen der Inselgastronomie hingegeben hatten.

Den „Abend der neuen Lieder“ hatte „White Man Molle“, Bernd Hohmann, eröffnet. Der Ostwestfale Dirk Schelpmeier zeichnete zusammen mit Bassistin Nathalie Plöger zunächst ein nicht ganz ironiefreies Bild seiner Heimat und lästerte unter anderem musikalisch absolut hörenswert über „Paare bei Ikea“.

Der „Wallbreaker“ - so die eigene, wörtliche Übersetzung seines Namens – Liedermacher Manfred Maurenbrecher setzte den gesellschaftspolitischen Akzent. Auf der Bühne der mittlerweile illuminierten Insel vollzog sich anschließend eine vielumjubelte Premiere, die Sängerin Nora Grisu und Gitarrist Uwe Bossert als „DrahtSeilAkt“, zu der selbst der Vater von Grisu noch in letzter Sekunde über das Meer herbeigeeilt kam.

Nicht in letzter Sekunde, aber doch - verabredet - spät, kam Frizz Feick nach einem Auftrit in Bückeburg, um mit seiner Band den Schlusspunkt der ersten zauberhaften Nacht zu setzen, bevor die Boote mit Besuchern und Musikern wieder über das dunkle Meer gen Steinhude glitten. Fast unbemerkt vollzog sich eine weitere Premiere: Der Hausherr bettete erstmals sein Haupt auf der Insel zur Ruhe.

Die Partystimmung des zweiten Abends bekam er nicht mehr mit, dafür verfolgte Hofkammer-Chef Christian Fischer nebst Gattin zusammen mit vielen Besuchern den Auftritt des „Beatclubs“, der Band mit George Kochbeck (Keyboard) und Sabine Bulthaup (Gesang) und Mickie Stickdorn (Schlagzeug), Frank Stehle (Gitarre), Henner Malecha (Bass) sowie Frizz Feick (Saxophon, Gesang) und Kellie Rucker mit dem Besten als 50 Jahren Rockgeschichte. Die Musiker hielten ihr Publikum trotz einer zwischenzeitlichen Regendusche jederzeit bei Laune.

Besonders herausragend wieder einmal Kellie Rucker (Gesang und Mundharmonika), Aber auch Kochbeck schaffte es, die Illusion fast mit der Realität so zur Deckung zu bringen, dass an dieser Stelle dementiert werden muss: „Sing“ hat beim Police-Klassiker „Roxanne“ nicht mit auf der Bühne gesessen.

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