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Umbau der Dollberger Schule wird teurer

Uetze Umbau der Dollberger Schule wird teurer

Das Projekt "Alle unter einem Dach" kostet mehr als bisher kalkuliert. Das geht aus dem Entwurf für den Umbau der Dollberger Schule hervor, den die Planer nach mehreren Machbarkeitsstudien jetzt ausgearbeitet haben.

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Vom jetzigen Schulgebäude bleibt nur der zweigeschossige Südtrakt (im Bild) stehen. Er wird saniert und geringfügig umgebaut.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Dollbergen. Danach muss die Gemeinde für die Sanierung des Altbaus und den Anbau für Kita und Krippe statt 6,9 Millionen mehr als 7,3 Millionen Euro ausgeben. Vom jetzigen Schulgebäude bleibt nur der zweigeschossige Südtrakt stehen. Ihn lässt die Gemeinde sanieren und modernisieren. Wegen der Inklusion werden ein Fahrstuhl und eine behindertengerechte Toilette eingebaut. Handwerker sollen unter anderem die Heizungsverteilung, die Heizkörper und die Beleuchtung erneuern sowie eine neue Alarmanlage einbauen.

Die Löwenzahnschule wird den sanierten und geringfügig umgebauten Südtrakt nutzen. Der eingeschossige Gebäudeflügel, in dem sich die Aula, das Lehrerzimmer und der Kindergarten Wunderland befinden, wird abgerissen.

Auf dem Schulhof ist vor der Turnhalle und dem Vereinsheim des TSV eine neue Tagesstätte für vier Kindergarten- und eine Krippengruppe geplant. Auf dem Dach der Kita soll eine Fotovoltaikanlage Strom für den Eigenverbrauch erzeugen. An den neuen Gebäudeflügel, der sich parallel zum zweigeschossigen Südtrakt erstreckt, schließen sich nach Osten hin die gemeinsame Mensa mit Küche für Grundschule und Kita sowie die neue Aula an, die die Schule auch als Musikraum nutzen kann.

An der Ackersbergstraße verbindet ein Gebäuderiegel, in dem sich der neue Eingang zur Schule, die Gemeindebücherei, ein Hausmeisterraum und Toiletten befinden, den verbliebenen Altbau mit der Aula und der Mensa. So entsteht ein U-förmiger Gebäudekomplex mit einem Innenhof, der nach Westen offen ist.

Für die Sanierungs- und Bauarbeiten haben die Planer 7,33 Millionen Euro veranschlagt. Hinzu kommen rund 100.000 Euro, wenn die Gemeinde im Altbau Fenster aus den 1980-er Jahre austauschen lässt. Dazu rät der Gemeindeunfallversicherungsverband.

In der Kostenberechnung sind allerdings noch nicht die Ausgaben für die Beseitigung von asbesthaltigem Wandputz, Spachtelmasse und Farbe aus dem jetzigen Gebäude enthalten, weil sie sich bislang schlecht abschätzen lassen. Im ungünstigsten Fall belaufen sie sich auf 480.000 Euro. Aus einem Gutachten geht lediglich hervor, dass bislang keine Gefahr besteht, weil die Asbestfasern fest gebunden sind.

In der Kostenberechnung haben die Planer auch nicht die Fotovoltaikanlage berücksichtigt. Die 24.000 Euro will der kommunale Eigenbetrieb Gebäudeservice aus seinem Investitionsbudget für Klimaschutzmaßnahmen begleichen.

Planer erläutern Kostensteigerung

Die Architekten und die Fachplaner stellen den Entwurf für den Umbau und die Sanierung des Dollberger Schulgebäudes am Donnerstag, 14. September, den Ratsausschüssen für Schule, Sport und Kultur sowie für Jugend, Familie und Soziales vor. Außerdem erläutern die Planer die Kostensteigerung. Die Politiker müssen entscheiden, ob im Südtrakt die Fenster ausgetauscht werden sollen. Offen ist auch noch die Farbwahl für das Verblendmauerwerk. Beide Ausschüsse tagen ab 18 Uhr gemeinsam in der Mensa des Uetzer Schulzentrums, Marktstraße 6. Die Sitzung ist öffentlich und beginnt mit einer Einwohnerfragestunde. Im Anschluss an die gemeinsame Sitzung der Fachausschüsse tagt der Verwaltungsausschuss der Gemeinde - wie stets hinter verschlossenen Türen. Das Gremium fällt die Entscheidung, ob die Bauarbeiten ausgeschrieben werden sollen.

In der vorigen Sitzung des Dollberger Ortsrats hatte Rainer Richter (SPD) beanstandet, dass die Gemeindeverwaltung nicht den Ortsrat zu der gemeinsamen Ausschusssitzung hinzuziehe. Gemeindesprecher Andreas Fitz lässt die Kritik nicht gelten: Die Ortsratsmitglieder seien für den 14. September eingeladen worden und könnten wie alle anderen Einwohner als Zuhörer die Diskussion verfolgen.

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Das ist die Planung für das Projekt "Alle unter einem Dach": links die Schule, rechts Kita und Krippe und im Verbindungstrakt sollen Mensa, Aula und Bücherei untergebracht werden.

Quelle: Grafik: Dralle-Bürgel
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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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