Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Uetze Auch im Baugebiet ist Grundwasser belastet
Aus der Region Region Hannover Uetze Auch im Baugebiet ist Grundwasser belastet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:42 15.06.2018
Südlich des Birkenwegs ist ein Neubaugebiet geplant,. Der Bebauungsplan wird einen Hinweis auf die Grundwasserbelastung in dem Bereich enthalten. Quelle: Schiller
Anzeige
Dollbergen

Der Bebauungsplan für das Neubaugebiet südlich des Birkenweges wird einen Hinweis enthalten, dass das Grundwasser dort mit leichtflüchtigen halogenierten Kohlenwasserstoffen (LHKW) belastet ist. Die künftigen Bewohner des Gebiets sollen Pools, die sie in ihrem Garten aufstellen, nicht mit Wasser aus ihren Gartenbrunnen füllen und es auch nicht als Trinkwasser verwenden. Das hat Karin Windhausen, Teamleiterin der Bauverwaltung im Rathaus, jetzt dem Ratsausschuss für Verkehr, Umwelt, Planung mitgeteilt. Einige Verbindungen der Stoffgruppe, zu der auch Lösemittel zählen, gelten als krebserregend.

Ob das geplante Baugebiet von der LHKW-Belastung des Grundwassers betroffen ist, die die Region Hannover südlich der Bahnlinie in Brunnen festgestellt hat, hatte Georg Beu, Grünen-Fraktionschef im Gemeinderat, in einer Anfrage wissen wollen. „Da 2015 südlich des Birkenweges ein LHKW-belasteter Gartenbrunnen gefunden wurde, muss ich davon ausgehen, dass mit Lösemitteln belastetes Grundwasser über die gesamte Breite des Birkenweges in südliche Richtung fließt“, hat Justus Eggeling, Mitarbeiter der Regionsverwaltung, schriftlich geantwortet.

Nach seinen Angaben wurde im Wasser der Gartenbrunnen, die die Region südlich der Bahnstrecke untersucht hat, eine durchschnittliche Belastung von 15 Mikrogramm LHKW je Liter Wasser nachgewiesen. „Eine direkte Gefährdung für den Menschen geht von den LHKW im Grundwasser nicht aus“, schreibt Eggeling. Nur bei einer Belastung von 20 Mikrogramm LHKW oder 0,5 Mikrogramm Vinylchlorid pro Liter könne ein langfrister Gebrauch Menschen gefährden. Für die Gartenbewässerung könne man das Brunnenwasser nutzen. Aus Vorsichtsgründen sollte man damit aber nicht Planschbecken und Swimmingpools füllen und es auch nicht als Trinkwasser nutzen.

Die Regionsverwaltung geht davon aus, dass die LHKW vom früheren Gasolin-Gelände aus ins Grundwasser gelangt sind. Einen Beweis hat sie aber bisher nicht. Der Konzern BP, dem als Rechtsnachfolger der Gasolin AG das einstige Raffineriegelände gehört, behauptet laut Eggling, dass LHKW nicht zum Betriebsinventar der damaligen Raffinerie gehört habe und dass die Belastung vom Werksgelände der Avista Oil AG auf der anderen Straßenseite stamme. Dort wird nach Angaben des Regionsmitarbeiters ein LHKW-Schaden seit Jahren gesichert und seit 2016 unter Aufsicht der Gewerbeaufsichtsamts saniert.

Den SPD-Ratsherrn Reinhard Bührig ärgert, dass keiner die Verantwortung übernimmt: „Wir wollen geklärt haben, wer verantwortlich ist.“

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

Die Nordmannstraße in Uetze bleibt bis Ende Juni eine Einbahnstraße. So lange dauern dort noch die Bauarbeiten.

15.06.2018

Einbrecher sind am Wochenende in den Rohbau des neuen Ärztehauses in Uetze eingebrochen und haben dort Baumaterial mitgehen lassen.

15.06.2018

Seniorenbeirat, Sozialfonds und Netzwerk Prävention laden anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens zu einer großen Sause ein. Hinter dem Rathaus wollen sie mit Jung und Alt ein Familienfest feiern.

14.06.2018
Anzeige