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Uetze AWO-Kita in Hänigsen eröffnet am Dienstag
Aus der Region Region Hannover Uetze AWO-Kita in Hänigsen eröffnet am Dienstag
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00:35 30.03.2018
Die Kindergartenleiterin Katarzyna Rychlicka (Mitte) und ihre Kolleginnen Anja Koch (links) und Raissa Neumann freuen sich auf die ersten Kinder, die am Dienstag kommen werden. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Hänigsen

 Im Ort öffnet am Dienstag, 3. April, eine neue Kindertagesstätte. In dem Neubau am Weferlingser Weg bietet die Arbeiterwohlfahrt (AWO), die Träger der Einrichtung ist, 40 Betreuungsplätze an. Diese Plätze werden auch dringend gebraucht, denn der Bedarf in Hänigsen ist bereits höher als das Angebot. „Um 8.30 Uhr  kommen die ersten Kinder“, kündigt Kitaleiterin Katarzyna Rychlicka an.

Bis auf die Außenanlage und ein paar Schönheitsarbeiten ist die Zwei-Gruppen-Kita fertig. Derzeit richtet Rychlicka mit Kollegen die Räume ein. Die Krippengruppe kann 15 Kinder aufnehmen. In der Kindergartengruppe ist für 25 Jungen und Mädchen Platz. „Die Gruppen werden erst im August voll sein“, sagt die Leiterin. Mit der Gemeinde Uetze habe mit der AWO abgeprochen, nach und nach die Gruppen aufzufüllen. In der Eingewöhnungsphase kämen die Kinder mit ihren Eltern nur für wenige Stunden am Tag. So blieben die Krippenkinder am ersten Tag nur eine Stunde, die Kindergartenkinder zwei. Die Verweildauer werde täglich mit den Eltern abgesprochen.

Wie andere AWO-Kindertagesstätten basiert die pädogische Arbeit auch in Hänigsen auf dem Situationsansatz. „Es geht darum, dass Kind dort abzuholen, wo es mit seinen Interessen steht“, erläutert Rychlicka. So habe ein Kind sie einmal gefagt: „Warum hat der Frosch als Baby keine Beine?“ Daraufhin habe sie mit einer Kollegin in einem Feuerlöschteich Kaulquappen gefangen und für diese in der Kindertagesstätte ein Terrarium eingerichtet. So hätten die Kinder die Entwicklung von der Kaulquappe zum Frosch verfolgen können. „Das Projekt endete mit dem Aussetzen der Frösche in einen Teich“, berichtet Rychlicka.

„Wir arbeiten hier offen. Das heißt, es gibt keine Stammgruppen, sondern Funktionsräume“, sagt die Erzieherin. Beispielsweise gibt es in dem Gebäude ein Atelier, eine Ecke mit Bauspielzeug und einen Bereich, in dem die Kleinen mit Puppen spielen können. „Die Kinder haben die Möglichkeit zu wählen, wo und mit wem sie den Tag verbringen wollen.“ Aber jedes Kind habe einen Stammerzieher, damit es eine feste Bezugsperson habe. Kindergarten- und Krippengruppe sind nicht getrennt. Trotzdem haben nur Krippenkinder Zugang zum Schlafraum.

„Partizipation ist uns ein wichtiges Anliegen. Sie passt gut zum Situationsansatz und zur offenen Gruppenarbeit“, betont Rychlicka. Die Jungen und Mädchen sollen lernen, eigene Interessen durchzusetzen und es auszuhalten, wenn sie sich nicht durchsetzen können. So könnten die Kinder selbst entscheiden, ob sie um 8 Uhr oder eine halbe Stunde später frühstücken, sagt die Erzieherin. Sie würden aber auch lernen, dass sie nicht in einen Funktionsraum dürften, wenn dieser bereits voll sei, berichtet die Kitaleiterin.

Die AWO hatte nach ihren Worten zunächst große Sorge, für die neue Kindertagesstätte nicht  genügend Personal zu finden. „Wir haben das Team voll“, sagt Rychlicka. Ihr stünden sechs pädagogische Mitarbeiter, eine Kochfrau und eine Reinigungskraft zur Seite: „Insgesamt sind wir neun.“

Die neue Kindertagesstätte der Arbeiterwohlfahrt in Hänigsen ist bis auf die Außenanalge und einige Schönheitsarbeiten fertig. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Leiterin geht mit den Kindern auf Entdeckungsreise

Die 42 Jahre alte Erzieherin Katarzyna Rychlicka übernimmt die Leitung der neuen Kindertagesstätte der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Hänigsen. Um die Leiterstelle in der neuen Kita hat sie sich beworben, weil sie seit 2005 in Hänigsen wohnt. Ihre Erzieherausbildung hat sie am Diakoniekolleg in Hannover absolviert. Seit 2000 ist sie bei der AWO beschäftigt. „Bisher habe ich in Hannover im Familienzentrum gearbeitet“, berichtet Rychlicka.

An ihrem Beruf weiß sie zu schätzen, dass sie als Erwachsene Kind sein dürfe. „Mit den Kindern kann ich mich immer wieder fallen lassen und mit ihnen etwas entdecken, was für sie neu ist“, erläutert die 42-Jährige. In ihrer Freizeit hält sie sich gern im Freien auf. Ihre Hobbys sind ihr Garten, Reiten und Malen.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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