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Uetze K+S will Brechanlage vorzeitig bauen
Aus der Region Region Hannover Uetze K+S will Brechanlage vorzeitig bauen
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00:18 27.10.2018
Diese Brechanlage steht am Fuß der Abraumhalde in Sehnde, die K+S derzeit noch mit geschreddertem Bauschutt und Bodenaushub abdeckt wird. Die geplante Haldenabdeckung in Wathlingen ist das Anschlussprojekt. Quelle: Privat
Hänigsen/Wathlingen

Ein wesentlicher Bestandteil der Pläne für die Abdeckung des Wathlinger Kalibergs mit Bodenaushub und Bauschutt ist ein Schredder für Bauschutt. Mit dem Bau der Brechanlage will der Konzern beginnen, bevor er die Genehmigung für die Haldenabdeckung bekommt. Die Bürgerinitiativen Umwelt Uetze und Wathlingen kritisieren das geplante Vorgehen heftig und fordern die Gemeinde Wathlingen auf, das Vorhaben zu verhindern: Die Kommune soll dem Konzert keine Flächen, die ihr gehören und von K+S für das Projekt benötigt werden, zur Verfügung stellen.

Die Brechanlage soll den angelieferten Bauschutt zerkleinern, damit dieser dann in die Böschungen des Wathlinger Kalibergs eingearbeitet werden kann. „Der vorzeitige Bau ist bereits mit dem Planfeststellungsverfahren für die Rekultivierung der Halde beantragt worden“, sagt K+S-Sprecher Ulrich Göbel. Der Bau der Anlage sei der erste Schritt bei der Umsetzung des Projekts Haldenrekultivierung. Sie solle noch vor der Genehmigung der Abdeckung errichtet werden, um in Wathlingen möglichst schnell nach der Genehmigungserteilung Material annehmen zu können, mit dem die Halde abgedeckt werden soll, sagt Göbel.

Einen Zeitplan für die Inbetriebnahme des Schredders gibt es nach seinen Angaben noch nicht. Derzeit arbeite K+S Stellungnahmen zu den Einwänden aus, die im Planfeststellungsverfahren gegen die geplante Haldenrekultivierung eingereicht worden sind. Ein Großteil der Bedenken beziehen sich auf die Verkehrsführung, nach der die meisten Anlieferfahrzeuge durch Hänigsen rollen sollen. Beim sogenannten Erörterungstermin wird die Genehmigungsbehörde, das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie, mit den Anlagengegnern und K+S über die Einwendungen diskutieren. Der Termin steht noch nicht fest.

„Die Gemeinde Wathlingen hat eine Schlüsselstellung im Genehmigungsverfahren“, sagt der in Hänigsen wohnende Vorsitzende der BI Umwelt Uetze, Georg Beu. Wenn sie wirklich die Haldenabdeckung verhindern wolle, dürfe sie weder für die Haldenabdeckung noch für die Brechanlage Grundstücke zur Verfügung stellen. Nach Ansicht der stellvertretenden Vorsitzenden der Wathlinger Bürgerinitiative, Sanna Gutzeit, habe die Gemeinde Wathlingen nur eine realistische Klagemöglichkeit gegen die Abdeckung und den Schredder, wenn das Projekt die Eigentumsrechte der Kommune betrifft.

Die Bügerinitiativen werfen K+S vor, dass der Konzern für die Brechanlage eine Genehmigung ohne Öffentlichkeitsbeteiligung haben wolle. Den Vorwurf weist Göbel zurück: Alle Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren hätten öffentlich ausgelegen.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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