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Uetze Köttermann-Mitarbeiter bekommen weiter Geld
Aus der Region Region Hannover Uetze Köttermann-Mitarbeiter bekommen weiter Geld
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00:20 05.11.2018
Trotz des laufenden Insolvenzverfahrens wird in den Werkshallen der Firma Köttermann weiter produziert. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Hänigsen

Die Mitarbeiter der Köttermann-Gruppe können vorerst aufatmen. Sie bekommen auch über den 31. Oktober hinaus ihre Löhne und Gehälter. Das hat Insolvenzverwalter Christian Willmer auf Anfrage mitgeteilt. Im August hatte das Amtsgericht Gifhorn das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Köttermann-Gruppe eröffnet. Diese stellt Laboreinrichtungen aus Stahl her.

Bis zum 31. Oktober hatte die Bundesanstalt für Arbeit den Köttermann-Mitarbeitern Insolvenzgeld gezahlt. „Es geht weiter“, sagte Willmer. Die Mitarbeiter bekämen jetzt wieder Löhne und Gehälter, die das Unternehmen aus eigener Kraft erwirtschafte. „Das ist ein sehr erfreulicher Schritt“, sagt der Jurist.

Außerdem gebe es noch eine weitere positive Nachricht: Die Investorensuche laufe weiter. Offenbar sei Köttermann für Investoren ein interessantes Unternehmen, berichtet Willmer. Mit den Interessenten will Willmer weitere Gespräche führen. „Was die Sanierung des Unternehmens angeht, sind wir zuversichtlich. Wir arbeiten uns Scheibchen für Scheibchen nach vorn“, beschreibt der Insolvenzverwalter die Lage.

„Diese Aussage erfreut uns, weil es um viele Arbeitsplätze in Hänigsen geht“, sagt Andreas Fitz, Wirtschaftsförderer der Gemeinde. Der weltweit agierende Spezialist für Laboreinrichtungen beschäftigt an Standorten in Deutschland, Frankreich, Polen, Spanien, Österreich, der Schweiz und den Beneluxstaaten 250 Mitarbeiter. Am Stammsitz in Hänigsen sind es 200. Damit ist das Unternehmen der größte Arbeitgeber in der Ortschaft Hänigsen und einer der größten in der Gemeinde.

Absatzprobleme und Verluste im Auslandsgeschäft hatten bei der Köttermann-Gruppe Liquiditätsengpässe verursacht. Die Geschäftsführung hatte im August beim Amtsgericht Gifhorn ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt, um das Unternehmen selbst zu sanieren. Dem stimmte das Gericht zunächst zu. Inzwischen hat es auf Wunsch der Gläubiger das Verfahren in Eigenverwaltung, bei dem die Geschäftsführung voll handlungsbefugt geblieben war, in ein normales Insolvenzverfahren umgewandelt und Willmer als Insolvenzverwalter eingesetzt. 

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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