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Uetze Das Pflegewohnstift bereichert Hänigsen
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00:16 27.06.2018
Die Tanztiger der TSV Burgdorf treten während des Sommerfests des Pflegewohnstifts An der Mühle auf. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
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Hänigsen

Trotz anfänglicher Proteste gegen den Bau will inzwischen kaum ein Hänigser das Pflegewohnstift An der Mühle missen. Die Einrichtung hat sich den zehn Jahren ihres Bestehens zu einem bereichernden Faktor der Ortsgemeinschaft entwickelt. Das Pflegestift, in der 86 ältere Menschen ein neues Zuhause gefunden haben, hat sein alljährliches Sommerfest wegen des runden Geburtstags am Sonnabend mit einem umfangreicheren Programm als sonst gefeiert.

„Zugabe! Zugabe!“ riefen Heimbewohner, Mitarbeiter und Gäste nach dem Auftritt der Tanztiger der TSV Burgdorf. Später tanzten die Proseccopearls. Der Burgdorfer Musiker Daniel Fernholz sang Schlager aus den Fünfzigerjahren zum Beispiel von Gerhard Wendland und Rita Paul. Außerdem unterhielten das Trio Jonah And The Tree und der Shantychor Meißendorf das Publikum. Hinter dem Gebäude stellten die Freunde historischer Fahrzeuge aus Immensen sechs Trecker, ein altes Moped und ein Modell einer Dampfmaschine aus. Dort drehte sich auch ein Kinderkarussell. Außerdem konnten Kinder mit einer Kutsche fahren. Begonnen hatte das Programm mit einem Gottesdienst, den Pastor Ulrich von Stuckrad-Barre gehalten hatte.

Die Proteste gegen den Bau des Heims während der Planungsphase sind längst vergessen. „Wir sind ein Teil der Gemeinschaft geworden“, sagte Heimleiter Mirko Boger. Das Pflegewohnstift sei inzwischen eine Begegnungsstätte. Die Cafeteria stehe allen Einwohnern des Ortes offen. Kinder einer Hänigser Kita kämen regelmäßig zu Besuch, berichtete er. „Das Pflegewohnstift gehört zum Dorfleben“, bestätigte Ortsbürgermeister Norbert Vanin. Zum Beispiel baue es seit einigen Jahren einen Stand beim Pappaulfest auf und beteilige sich am Kaffeegarten im Freibad. Beim örtlichen Vereinsschießen habe es schon die Siegermannschaft gestellt.

Erfolgreich haben sich der Hänigser Ortsrat und der Seniorenbeirat der Gemeinde Uetze für eine Bushaltestelle am Stift eingesetzt, die allerdings nicht von allen Linienbussen angesteuert wird. „Unsere Bewohner kommen besser nach Burgdorf. Aber die Fahrzeiten sind nicht optimal“, sagte Boger. „Die Zeiten sind schlecht“, kritisierte auch Seniorenbeiratsmitglied Marianne Lefeld. Es müsse nicht jeder Bus am Pflegewohnstift halten. Aber der Fahrplan müsse an die Bedürfnisse der Bewohner angepasst werden, forderte Lefeld.

Das Pflegewohnstift ist einer der größten Arbeitgeber in Hänigsen. Laut Boger bietet es 70 bis 75 Beschäftigten – darunter auch Teilzeitkräften – Arbeit. „Wir machen fast alles selbst“, fügte der Heimleiter hinzu. Zum Beispiel stünden auch Reinigungskräfte, Köche und Hausmeister auf der Gehaltsliste. Einen Pflegenotstand kennt die Einrichtung nach Bogers Worten nicht. „Wir haben mehr Personal, als wir bräuchten, weil die Rahmenbedingungen stimmen“, sagte er. Das Stift zahle über Tarif. Boger: „Hier zählen die Mitarbeiter und die Bewohner.“

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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