Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Uetze Schadstoffe in Gartenbrunnen – Gemeinde antwortet
Aus der Region Region Hannover Uetze Schadstoffe in Gartenbrunnen – Gemeinde antwortet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 03.05.2018
Beim Blick auf diese idyllische Grünflächesüdwestlich des Gasolin-Geländes würde niemand vermuten, dass sich im Boden gefährliche Schadstoffe befinden.Doch dort wurde eine „deutliche Belastung" mit leichtflüchtigen halogenierten Kohlenwasserstoffen festgestellt.  Quelle: Schiller
Uetze/Dollbergen

 In der Sitzung des Ratsausschusses für Verkehr, Umwelt und Planung am Donnerstag, 3. Mai, wird die Verwaltung den Politikern die Antworten auf Anfragen der SPD und der Grünen zu den Schadstoffbelastungen auf dem Gasolin-Gelände am Dollberger Ortsrand vorlegen. Der Ausschuss tritt um 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses, Marktstraße 9, zusammen. Die Sitzung ist öffentlich.

Der Fund von leichtflüchtigen halogenierte Kohlenwasserstoffe (LHKW), die zum Teil als giftig und krebserregend gelten, sogar in Gartenbrunnen im Wohngebiet südlich der Bahnstrecke hat die Politiker aufgeschreckt. SPD und Grüne monieren, dass der Rat nicht zeitnah über die Ergebnisse der Bodenuntersuchungen informiert wurde. Sie haben deshalb etliche Fragen zur Belastung vor allem auch des Grundwassers und der Ursache der Ausbreitung gestellt. Strittig ist offenbar, ob der Mineralölkonzern BP – dem Konzern gehört das Gasolin-Gelände –oder Avista Oil, Betreiber der Altölraffinerie in der Nachbarschaft des Gasolin-Geländes, für den Eintrag der LHKW ins Grundwasser mitverantwortlich ist. 

BP hatte von 2009 bis 2014 Ingenieurbüros mit Boden- und Grundwasseruntersuchungen beauftragt. Die Ingenieure kamen zu dem Ergebnis, dass man in großen Bereichen des Geländes, auf der die Gasolin AG bis 1969 eine Rohölraffinerie betrieben hatte, Mineralölkohlenwasserstoffe (MKW) und und Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) in erhöhter Konzentration im Boden antrifft. Bei Grundwasseruntersuchungen 2013 wurden im Südwesten des Geländes eine deutliche Belastung mit LHKW und eine geringe Konzentration an PAK sowie an Benzol, Toluol, Ethylbenzol und Xylol (BTEX) festgestellt. Dazu schreibt die Regionsverwaltung: „Fakt ist, dass BTEX und PAK im Grundwasser des früheren Raffineriegeländes nachgewiesen werden und dass sie dieses Gelände nicht verlassen“, schreibt die Regionsverwaltung.

Anders sieht es hingegen bei den LHKW aus. Weitere Untersuchungen brachten 2015 den Nachweis, dass sich diese mit dem Grundwasserstrom nach Süden ausgebreitet hatten. LHKW wurden in Gartenbrunnen südlich der Bahnline nachgewiesen. Die Regionsverwaltung hat daraufhin die Grundstücksbesitzer davor gewarnt, das Brunnenwasser als Trink- oder Badewasser zu nutzen. Zur weiteren Abschätzung der Gefährdung des Dollberger Siedlungsgebiets südlich der Bahntrasse will die Region Hannover offenbar im Mai 2018 weitere Bodenuntersuchungen auf die leichtflüchtigen Schadstoffe in Auftrag geben. Ob und wann weitere Maßnahmen zur Eindämmung oder der Beseitigung der Umweltbelastung geplant sind, ist derzeit von den Verantwortlichen nicht zu erfahren. 

Von Friedrich-Wilhelm Schiller und Anette Wulf-Dettmer

Die neue Sitzbank bei Uetze am Zweiten Gemeindewiesenweg kommt sicherlich müden Spaziergängern wie gerufen. Margot und Hans-Volker Nordmann haben die Bank gespendet.

02.05.2018

Die Musical-AG der Eltzer Schule hat den verdienten Lohn für ihr fleißiges Üben geerntet. Bei der Aufführung des Musicals „Prinz Owi lernt König“ applaudierten die mehr als 100 Zuschauer immer wieder.

02.05.2018

Das ist neu: Erstmals ist die Gemeinde Uetze mit einem Töpferworkshop in der Kunstspirale in das Flotart-Fest der Samtgemeinde Flotwedel eingebunden. Auch der Pop-Art-Künstler Andora wird erwartet.

02.05.2018