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Uetze Uetze zahlt 100.000 Euro mehr für 370 Mitarbeiter
Aus der Region Region Hannover Uetze Uetze zahlt 100.000 Euro mehr für 370 Mitarbeiter
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00:44 22.04.2018
Um 100.000 Euro erhöht sich der Etat für Personalkosten in diesem Jahr in der Gemeinde – nach dem Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst. Quelle: Symbolbild
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Uetze

 Die Tariferhöhung für den öffentlichen Dienst kostet die Gemeinde etwa 100.000 Euro mehr. Diese Zahl nannte Gemeindesprecher Andreas Fitz am Donnerstag auf Anfrage. Der Gesamtetat für Personal liegt seinen Angaben zufolge bei 12,8 Millionen Euro, er gilt für die gut 370 Mitarbeiter der Verwaltung.

Nach mehreren Verhandlungsrunden hatten sich kommunale Arbeitgeber und Gewerkschaften in dieser Woche darauf verständigt, rückwirkend zum März dieses Jahres die Einkommen durchschnittlich um 3,19 Prozent, ab April 2019 um weitere 3,09 Prozent und ab März 2020 nochmals um 1,06 Prozent zu erhöhen. Zuvor hatten Beschäftigte aus Uetze und anderen Kommunen bei Warnstreiks mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen gefordert.

„Wir haben die Erhöhung jetzt erst einmal grob für unseren Haushalt durchrechnen lassen“, sagt Gemeindesprecher Andreas Fitz und fügt hinzu, bei solchen Abschlüssen stecke häufig der Teufel im Detail. Seinen Angaben zufolge hatte die Verwaltung für den Haushalt 2018 eine 2-prozentige Tariferhöhung eingeplant – allerdings für 12 Monate. Der jetzt ausgehandelte Kompromiss gilt in diesem Jahr nur für zehn Monate und sorgt für Mehrausgaben von 100.000 Euro. „Diese werden wir im laufenden Haushalt ausgleichen können“, prognostiziert Fitz.

Er weist zudem darauf hin, dass ein Großteil der kommunalen Mitarbeiter in den Kitas der Gemeinde beschäftigt sind: „Bis auf die AWO-Kita und den Waldkindergarten befinden sich alle Einrichtungen in unserer Regie, deshalb betrifft uns die Tariferhöhung mehr als Kommunen, die keine eigenen Kitas haben“, sagt der Sprecher und fügt, ebenso wie Bürgermeister Alfred Backeberg, hinzu, dass er zum neuen Tarif keine Alternative sehe.

„Die Kommunen bekommen schon jetzt keine Fachkräfte mehr, speziell im Bereich der Techniker und Ingenieure erhalten wir kaum noch Bewerbungen“, weiß Fitz aus Erfahrung. Der Fachkräftemangel bei den technischen Berufe werde sichin den nächsten Jahren weiterhin verstärken und den öffentlichen Dienst noch mehr als derzeit treffen, wenn dort die Einstiegslöhne nicht erhöht würden. „Geht es der Wirtschaft gut, dann wechselt niemand in eine Kommune“, sagt Fitz. Allein aus diesem Grund sei die Tariferhöhung notwendig gewesen, um die Arbeitsplätze attraktiver zu gestalten. Gleiches gelte für Erzieher und Sozialassistenten: Nach dem Schulabschluss im Sommer gebe es gute Bewerbungen, sagt der Sprecher, aber: „Außerhalb dieser Zeit ist es schwer, Mitarbeiter zu finden.“

Von Antje Bismark

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