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Uetze Trunkenheit: Gericht verurteilt Kfz-Meister
Aus der Region Region Hannover Uetze Trunkenheit: Gericht verurteilt Kfz-Meister
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08:53 31.10.2018
Wegen einer Trunkenheitsfahrt hat das Amtsgericht Burgdorf einen 32-Jährigen verurteilt: Der Kfz-Meister muss unter anderem für acht Monate seinen Führerschein abgeben. Quelle: Symbolbild/dpa
Hänigsen/Burgdorf

Eine Geldstrafe von 900 Euro und acht Monate ohne Führerschein sind die Konsequenzen aus einer Trunkenheitsfahrt im April dieses Jahres. Das Amtsgericht hat diese Strafe am Montagmorgen gegen einen 32 Jahre alten Mann verhängt, der eigentlich dringend auf seinen Führerschein angewiesen ist, weil er sein Geld mit der Reparatur von Autos verdient.

Es brauchte schon einen sachverständigen Rechtsmediziner, um dem Mann nachzuweisen, dass nicht stimmen konnte, was er zu seinem Schutz gegenüber dem Gericht behauptete. Nämlich dass er vor Fahrtantritt allenfalls zwei kleine Bier getrunken habe. Den Rest des Alkohols in seinem Blut erklärte er damit, dass er anschließend auch noch fast eine halbe Flasche Whisky in sich hinein geschüttet habe, um schlafen zu können.

Doch der Reihe nach: Der Mann, ein Kfz-Meister mit eigener Werkstatt, kam an jenem Abend erst gegen 21.30 Uhr nach Hause. Dabei soll er nach Aussage seiner Lebensgefährtin schwer betrunken gewesen sein. Es kam zu einem wüsten Streit, sodass sich die Frau genötigt sah, die Polizei zu rufen und den Mann der Wohnung zu verweisen. Der Mann schnappte sich sein Auto und brauste davon. Bei seinen Eltern kam er unter in dieser Nacht. Dort traf ihn Stunden später die Polizei an und veranlasste zur Beweissicherung zwei Blutproben, die es möglich machten, den Alkoholwert zum Zeitpunkt der Trunkenheitsfahrt zu berechnen.

Die Version des Angeklagten, dass er vor dem Streit mit seiner Freundin nur zwei Bier getrunken und sich die größte Menge Alkohol erst später im Elternhaus einverleibt habe, konnte der Sachverständige somit leicht als unwahr entlarven. Würde stimmen, was der Angeklagte behauptete, so hätten die Blutproben andere Alkoholwerte aufweisen müssen, sagte der Mediziner. Nach seinen Berechnungen muss der 32-Jährige etwa 1,3 Promille intus gehabt haben, als er von der Freundin wegfuhr. Ab einer Blutalkoholkonzentration von 1,1 Promille freilich gilt ein Autofahrer vor dem Gesetz als absolut fahruntüchtig – eine Straftat.

Anstelle eines Geständnisses versuchte der Angeklagte mit einer unwahren Schutzbehauptung seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen; ergo ließ er auch keine Reue erkennen. Strafrichterin Stephanie Rohe verurteilte den Mann deshalb wegen vorsätzlicher Trunkenheit im Verkehr zu 30 Tagessätzen à 30 Euro. Seinen Führerschein soll er nicht vor Ablauf von sieben Monaten wiedererlangen; vor einem Monat musste er ihn abgeben.

Das ist nicht ohne für den Mann. Als Meister müsse er die in seinem Betrieb reparierten Fahrzeuge schließlich probefahren, jammerte er, als ihm die Richterin das letzte Wort erteilte: „Ohne Führerschein gehe ich pleite.“

Von Joachim Dege

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