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Uetze Kabinenroller-Treffen: Fahrspaß auf drei Rädern
Aus der Region Region Hannover Uetze Kabinenroller-Treffen: Fahrspaß auf drei Rädern
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00:26 06.06.2018
Dirk Müller (rechts) nimmt auf dem Rücksitz von Jörg Ahrens’ Kabinenroller KR 200, Baujahr 1956, Platz. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Dahrenhorst

Der Campingpark Irenensee war am Wochenende quasi das Mekka der Messerschmitt-Kabinenroller-Fans. Der Messerschmitt-Club Deutschland hat dort sein Jahrestreffen ausgerichtet. „Wir haben 157 Messerschmitts auf dem Platz. Insgesamt sind wir 280 Teilnehmer“, berichtete Lutz Siegmund aus dem sechsköpfigen Organisationsteam. Es gibt schätzungsweise nur noch 600 dieser dreirädrigen Fahrzeuge, die vor 50 bis 60 Jahren gebaut wurden.

Die Messerschmitt-Fans waren aus Deutschland, aber auch aus Großbritannien, der Schweiz und Schweden zum Irenensee gekommen. „Wir leben das ganze Jahr dafür, dass wir das Treffen mit Freunden machen. Dann führen wir Benzingepräche. Wir reden über Pannen, Verbesserungen am Auto und Erlebnisse, die wir mit dem Fahrzeug hatten“, sagte Heiko Zimmermann aus Gelsenkirchen.

Auch Dirk Müller wollte sich das Jahrestreffen nicht entgehen lassen. „Der Messerschmitt-Kabinenroller ist ein Fahrzeug meiner frühen Jugend“, sagte der 75 Jahre alte Uetzer. Am Freitagnachmittag konnte er noch einmal in so einem dreirädrigen Gefährt fahren, das eine Mischung aus Motorroller und Auto ist und wegen seiner aufklappbaren Plexiglaskuppel auch Schneewittchensarg genannt wird. Allerdings saß er nicht am Lenker, sondern als Beifahrer auf dem Rücksitz.

Jörg Ahrens aus Osterode chauffierte Müller über die Bundesstraße 188 und die Spreewaldallee ins Uetzer Spreewaldseengebiet und zurück zum Irenensee. „Es war ein tolles Fahrgefühl. Ich habe auf dem Rücksitz ganz bequem gesessen. Da kann man es 100 Kilometer aushalten“, schwärmte Müller hinterher.

Nach den Probefahrten waren auch Bernd Grünzel aus Obershagen und der Uetzer Wolfgang Ernst begeistert, die selbst Oldtimer besitzen – Grünzel einen Volvo Amazon, Ernst einen Opel Kadett. „Es war super“, sagte Ernst. Im Vergleich zum Schneewittchensarg biete sein 36 Jahre alter Opel Kadett aber schon bedeutend mehr Komfort. „Es hat sehr viel Spaß gemacht. Ich bin in einem Tiger mitgefahren, der schon 20 PS hat und nur 300-mal gebaut wurde“, berichtete Grünzel, der sofort nach der Fahrt ein Erinnerungsfoto vom „Tiger“ machte. Das Design der Kabinenroller findet Stefanie Neunteibl aus Kassel, die mit ihrer Familie am Irenensee campt, „ganz toll“. Deshalb wollte auch sie in so einem Gefährt eine Runde drehen, als sie von dem Jahrestreffen erfahren hatte.

Am Irenensee bot der Messerschmitt-Club erstmals bei einem Jahrestreffen zwei Stunden lang gegen Spenden kurze Rundfahrten an. So kamen nach Angaben Lutz Siegmunds aus dem Organisationsteam knapp 500 Euro für den Verein Geschwisterkinder-Netzwerk zusammen, der Familien mit schwerkranken und behinderten Kindern unterstützt. Nach Ansicht des Mitorganisators Peter Homann aus Wipshausen waren die Spritztouren ein voller Erfolg: „Alle Leute, die mitgefahren sind, hatten ein Grinsen im Gesicht, als sie wieder ausgestiegen sind.“

Ansonsten standen bei der Veranstaltung, die offiziell am Donnerstag begann und am Sonntag endete, nach Auskunft der Uetzerin Birgit Meyer, die ebenfalls im Organisationsteam mitarbeitete, Ausfahrten auf dem Programm. Höhepunkt war die gemeinsame Tour in die Autostadt Wolfsburg. Weitere Ziele waren unter anderem Gut Steinhof bei Braunschweig, das Schokoland in Peine und das Straßenbahnmuseum in Wehmingen. Meyers Fazit: „Alle Teilnehmer sind total vom Platz und von der Gegend begeistert.“

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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