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Uetze Mann aus Hänigsen wehrt sich gegen Cyber-Erpresser
Aus der Region Region Hannover Uetze Mann aus Hänigsen wehrt sich gegen Cyber-Erpresser
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00:16 04.11.2018
Die Krypowährung Bitcoin ist ein digitales Zahlungsmittel. Quelle: Symbolbild (Imago)
Hänigsen

“Zahlen Sie 1000 Euro in Bitcoins oder wir veröffentlichen persönliche Daten von Ihnen“ – so ähnlich lautete eine E-Mail, die ein Mann aus Hänigsen erhielt. Der 58-Jährige ließ sich davon nicht beeindrucken und erstattete Anzeige bei der Polizei. Diese ermittelt nun wegen versuchter Erpressung und versuchten Betrugs.

Erpressungsversuche per Anruf oder E-Mail kämen in letzter Zeit häufiger vor, so die Polizei. Dabei erhalten die Computernutzer beispielsweise E-Mails mit der Drohung, öffentlich preiszugeben, welche Website sie angesehen hätten. Die Kriminellen behaupten mitunter, sie hätten Beweise, dass der Nutzer pornographische Webseiten aufgerufen habe. Aber auch andere intime Informationen wie Recherchen über Krankheiten oder die Bestellung bestimmter Waren können Gegenstand einer versuchten Erpressung zu sein. Häufig sind die Drohungen gegenstandslos, weiß die Polizei. E-Mail-Anhänge sollten auf keinen Fall geöffnet und Websiten-Links nicht angeklickt werden, raten die Ermittler.

Manche Kriminelle geben sich gar am Telefon als Microsoft-Mitarbeiter aus und drohen damit, Informationen über genutzte Internet-Seiten öffentlich preiszugeben oder den PC-Zugang zu sperren, sollte der Nutzer nicht einer Zahlungsaufforderung nachkommen. Die Polizei rät dringend davon ab, solchen Aufforderungen nachzukommen. „Die Täter arbeiten immer mit der gleichen Masche: Sie bauen beim Gegenüber Druck auf“, sagt ein Polizeisprecher. „Das ist gewerbsmäßige Erpressung und Betrug.“ Sollte der Computer tatsächlich einmal gesperrt sein, helfe der Gang ins PC-Fachgeschäft.

Dass der Hänigser den Kriminellen nicht auf den Leim ging, lag nach Darstellung der Polizei mit der Höhe des geforderten Geldbetrages und der Währung – nur wenige haben die Möglichkeit, mit Bitcoins zu zahlen – gelegen. Die digitale Währung wird dezentral in einem eigenen Rechnernetz mithilfe eigener Software verwaltet. Überweisungen werden dabei von einem Zusammenschluss von Rechnern über das Internet mit einer speziellen Anwendung abgewickelt, sodass – anders als im herkömmlichen Zahlungsverkehr – keine zentrale Abwicklungsstelle mehr nötig ist. Cyberexperten könnten Betrüger zurückverfolgen, so die Polizei: „Es gab bereits Ermittlungserfolge, bei denen die Drahtzieher überführt werden konnten.“

Von Gabriele Gerner

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