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Uetze Hänigsen: CDU sammelt kein Altpapier mehr
Aus der Region Region Hannover Uetze Hänigsen: CDU sammelt kein Altpapier mehr
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13:20 18.01.2019
Vor dem Uetzer Schützenheim steht ein Altpapiercontainer: Er ist rund um die Uhr an 365 Tagen erreichbar. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze/Hänigsen

Die Christdemokraten werden im neuen Jahr kein Altpapier mehr in Hänigsen sammeln. Grund ist der derzeitige Preisverfall für Altpapier. Der Abnehmer des Altpapiers, die Hermann Brockmann Recycling GmbH, hat dem CDU-Ortsverband Hänigsen, Altmerdingsen und Obershagen mitgeteilt, dass „es sich nicht mehr lohnt, einen Container für Altpapier bereitzustellen“.

Damit geht das fast 40-jährige Engagement zu Ende. Vier Mal im Jahr hatte der CDU-Ortsverband zuletzt einen Container aufgestellt und die Bürger gebeten ihn mit ihrem Altpapier zu füllen. Mit dem Erlös förderte die CDU über Jahrzehnte die Jugendarbeit zahlreicher Vereine und Institutionen in den drei Orten. Das Geld ging unter anderem an die Friesen Hänigsen, die Farmers, die Ortsfeuerwehren, den Hänigser Reitverein, die Kindergärten und den Förderverein der Grundschule Am Storchennest, zählt die Vorsitzende des Ortsverbands, Heidi Marz, auf. „Wir hoffen einen neuen Abnehmer für Altpapier zu finden, um dann diese bewährte Tradition wieder aufleben zu lassen“, kündigt sie an.

Der Förderverein der Uetzer Schützen weist mit diesem Schild darauf hin, dass der Erlös aus der Sammlung dem Schießsport zugute kommt. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Auch der VfL Uetze und der Schützenverein Uetze sammeln Altpapier und verwenden den Erlös für ihre Jugendarbeit. Sie wollen trotz des gesunkenen Preises ihre Container stehen lassen. Im Gegensatz zum CDU-Ortsverband sammeln die Vereine das ganze Jahr über Altpapier. „Diese sind rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr zu erreichen“, sagt Schützenchef Donald Albrecht. „Den Container stehen zu lassen, kostet uns nichts. Deshalb sammeln wir trotz des niedrigen Rohstoffpreises weiter.“ Das gleiche Argument hat der VfL-Vorsitzende Volker Paga. „Unser Container steht vor der Vereinshalle und ist jederzeit öffentlich zugängig.“ Darüberhinaus profitiere die Jugendarbeit des VfL von dem Altpapieraufkommen einiger Uetzer Firmen. „Sie spenden uns ihren Erlös aus dem Verkauf ihres Altpapiers“, sagt Paga. Mit dem Geld finanziere der Sportverein unter anderem Trainingsutensilien für die Jugend und Fahrten zu Sportveranstaltungen.

Dass die Preise für den Rohstoff Altpapier in den Keller gegangen sind, bestätigt ein Sprecher der Recyclingfirma. Früher gab es laut Albrecht 20 bis 25 Euro für die Tonne Altpapier. „Jetzt sind es nur noch 10 Euro, und in dem Container ist meist weniger als eine Tonne.“ Der Container gegenüber dem Schulzentrum wird laut Albrecht alle 14 Tage geleert. Mit dem Auto könne man nah heranfahren, deshalb werde er auch gut angenommen. Auch von den Lehrern des Schulzentrums, wo Albrecht nach eigenen Angaben Werbung für die Altpapiersammlung gemacht hat. Nach den Weihnachtstage sei er völlig überfüllt gewesen, berichtet der Schützenvereinsvorsitzende.

Vor 40 Jahren: Sammlung bringt Rekordergebnis

Vor 40 Jahren haben die Altpapiersammlungen geboomt. Galt es doch, durch die Wiederverwertung des Rohstoffes Papier die Umwelt zu schützen. Die Zeitung berichtete im Jahr 1980 von der Spendenaktion des CDU-Ortsverbands. „30 Helfer sammelten in zehn Fahrzeugen in Hänigsen, Obershagen und Altmerdingsen insgesamt über 30 Tonnen Altpapier“, heißt es in dem Bericht. Dieses Rekordergebnis übertraf die Erwartungen bei Weitem. Deshalb musste ein zweiter Sattelzug angefordert werden, der den Rohstoff direkt zu einer Papierfabrik fuhr. Nur mithilfe von Radladern sei es gelungen, die riesigen Papiermengen auf den Lastwagen zu verladen.

Angekurbelt hat die enorme Spendenbereitschaft der Bürger vermutlich auch die Aussicht, ein Fahrrad gewinnen zu können. Das Glückslos zog der damalige Ortsverbandsvorsitzende Werner Hübner mit verbundenen Augen. Gewinnerin war Regina Bohlen, der Hübner das Fahrrad persönlich vorbeibrachte.

Von Anette Wulf-Dettmer

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