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Uetze Eltzer zeichnen 134 Anteile für Dorfladen
Aus der Region Region Hannover Uetze Eltzer zeichnen 134 Anteile für Dorfladen
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16:05 25.06.2018
Das frühere Restaurant Thassos soll zu einem Dorfladen umgebaut werden. Ammes Saal auf der Rückseite des Gebäudes soll bestehen bleiben. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Eltze

Der Anfang ist gemacht. Die Ideenwerkstatt hat die Zusage für die Zeichnung von insgesamt 134 Geschäftsanteilen an der haftungsbeschänkten Unternehmergesellschaft (UG), die den geplanten Dorfladen mit Café betreiben soll. Ein Anteil kostet 200 Euro. Somit hat die Ideenwerkstatt 26.800 Euro für ihr Vorhaben zusammen. „Wir streben 50.000 Euro an. Und so viel benötigen wir auch“, sagt Ortrud Sander, Sprecherin der Ideenwerkstatt.

Die UG braucht das Eigenkapital, um den Einkauf der ersten Waren bezahlen zu können. Geld benötigt sie auch für die Laden- und die Caféeinrichtung. Die UG muss Kühlgeräte, Theken und Regale anschaffen. Die Zahl der Anteile spielt laut Sander eine Rolle für die Genehmigung der Förderanträge. Gefördert würden nur Projekte, die Aussicht auf Erfolg haben. „Je mehr Menschen hinter der Idee des Dorfladens stehen und Anteile zeichnen, desto eher wird der Dorfladen ein Erfolg“, sagt Sander.

Die Ideenwerkstatt will für den Umbau des früheren Restaurants Thassos in einen Laden eine Zuwendung aus dem sogenannten Leader-Programm der Europäischen Union haben. Das Geld der EU fließt nur, wenn auch eine kommunale Kofinanzierung gesichert ist. Deshalb soll auch ein Zuschuss aus dem Kofinanzierungsfonds der Region Hannover beantragt werden. Bei der Region muss der Antrag bis September vorliegen. Außerdem muss dann die Ideenwerkstatt ihr Vorhaben auch der lokalen Aktionsgruppe (LAG) der Leader-Region Aller-Fuhse-Aue vorstellen. Die LAG entscheidet über die Verteilung der Leader-Zuschüsse in der Aller-Fuhse-Aue-Region. Sie fällt ihre Entscheidung über die Förderung im Jahr 2019 voraussichtlich im November 2018.

Wer einen Anteil an der UG – auch Mini-GmbH genannt – erwirbt, wird Gesellschafter des Unternehmens mit beschränkter Haftung. „Haftungsbeschränkt bedeutet, dass jeder Gesellschafter nur mit dem eingezahlten Betrag haftet“, erläutert Sander. Das Geld werde erst vom Konto der Anteilseigner abgebucht, wenn die Förderung genehmigt sei und der Umbau des Gebäudes beginnen könne, betont die Sprecherin der Ideenwerkstatt.

Eine Rendite dürfen die Geldgeber nicht erwarten. Allerdings bringe der Laden mit Café mehr Lebensqualität ins Dorf, sagt Sander. Die Einwohner könnten ein breites Angebot an Lebensmitteln nutzen und bei Einkäufen an der Kasse des Ladens auch gleich Geld von ihrem Konto abheben. Außerdem entstehe ein neuer Dorftreffpunkt. Weil im Café Lesungen und ähnliche Veranstaltungen geplant seien, erweitere sich das kulturelle Angebot im Ort. Sander: „Kurz, das Dorf wird attraktiver, auch für Neubürger.“

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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