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Uetze Männer verdienen im Rathaus mehr als Frauen
Aus der Region Region Hannover Uetze Männer verdienen im Rathaus mehr als Frauen
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00:19 28.10.2018
Im Uetzer Rathaus sind 54 Prozent der Angestellten Frauen. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze

Kein Wunder, dass die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Uetze, Luisa Arndt, Kritik am Gleichstellungsplan der Kommune übt: Obwohl etwas mehr Frauen als Männer als Angestellte in der Gemeindeverwaltung arbeiten, sind Frauen in den höheren Entgeltgruppen (EG) 10 bis 12 unterrepräsentiert. In den unteren Gehaltsstufen hingegen sind sie in der Mehrzahl. Über den Plan beschließt der Rat in seiner Sitzung am Donnerstag, 8. November.

54 Prozent der 166 Verwaltungsangestellten sind Frauen. In den Entgeltgruppen 10 bis 12 schwankt der Anteil von 25 bis 33 Prozent. Zum Beispiel ist in der EG 12 unter den vier Mitarbeitern nur eine Frau. In der EG 11 ist der Männeranteil in den vergangen drei Jahren sogar gestiegen. Nach diesem Tarif werden zum Beispiel IT-Fachleute und Bauingenieure bezahlt. Nach wie vor ergreifen hauptsächlich Männer diese Berufe.

In fast allen unteren Gehaltsgruppen sind hingegen die Männer unterrepräsentiert. Das trifft insbesondere auf die beiden niedrigsten Tarifstufen zu, die zum Beispiel für Reinigungskräfte gelten. „Es sollte in Zukunft darauf geachtet werden, dass Frauen gefördert werden, um die notwendige Qualifikation erreichen zu können, und bei Ausschreibungsverfahren Frauen bevorzugt eingestellt werden“, empfiehlt die Autorin des Plans, Andrea Grobe.

Im Sozial- und Erziehungsdienst der Gemeinde verdienen 184 Beschäftigte ihren Lebensunterhalt. Trotz der Schwierigkeiten, Männer für soziale Berufe zu begeistern, habe es die Gemeinde Uetze mit verschiedenen Projekten und der Ausbildung in den gemeindeeigenen Kindertagesstätten geschafft, den Anteil der männlichen Beschäftigten auf acht Prozent zu verdoppeln, schreibt Grobe. Außerdem stellt sie fest, dass in dem Bereich die meisten Beschäftigten in Teilzeit arbeiten – anders als in der Verwaltung auch Führungskräfte.

Arndt bemängelt nicht nur die Unterrepräsentanz der Frauen in den hohen Entgeltgruppen. Sie beanstandet auch die hohe Teilzeitquote bei den Frauen. 48,39 Prozent der weiblichen Beschäftigten haben keine volle Stelle. „Dadurch ergibt sich zwangsläufig ein geringerer Lohn“, folgert Arndt. Aus der niedrigen Bezahlung ergäben sich Folgeprobleme wie Altersarmut und finanzielle Abhängigkeit.

Der Ratsausschuss für Soziales hat auf Martin Klages’ (Grüne) Antrag hin empfohlen, mehrere von Arndts Vorschlägen zur Verbesserung der Situation in den Gleichstellungsplan aufzunehmen. Zum Beispiel sollen Mitarbeiter in leitenden Positionen verpflichtet werden, regelmäßig an Seminaren zum Thema Gleichstellung teilzunehmen. Außerdem soll der Gleichstellungsplan in das Personalentwicklungskonzept einfließen.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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