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Uetze Uetze trifft Europa
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00:41 11.06.2018
Während des Töpferworkshops in der Kunstspirale gibt die Österreicherin Ute Six (von links) den Teilnehmerinnen Sibel Gören, Gulsen Vakur, Linda Suleyman und Baran Gören Tipps. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze/Hänigsen/Bröckel

Das ist ein spannendes Experiment: Die Jugendkantorei der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Uetze und der Kinder- und Jugendchor Nova aus dem schwedischen Jönköping geben am Sonnabend, 9. Juni, ab 20 Uhr gemeinsam ein Konzert in der Bröckeler Marienkirche, wissen aber noch nicht, was sie singen werden. Das Konzert ist ein Programmpunkt des Flotart-Fests in der Samtgemeinde Flotwedel (Landkreis Celle), das unter der Überschrift „Flotart trifft Europa“ steht. In das Fest ist die Gemeinde Uetze zum ersten Mal über das internationale Leader-Projekt „Time for Interaction“ eingebunden.

„Wir treffen uns am Sonnabend um 15 Uhr in Bröckel“, berichtet Pastor Andreas Kiebeler, der die Uetzer Jugendkantorei leitet. Beide Chöre werden sich zunächst austauschen. Daran schließt sich von 16 bis 18 Uhr ein Workshop an, in dem die Kinder und Jugendlichen die Lieder für das Konzert einüben. „Der Workshop wird auf Englisch sein“, kündigt der schwedische Chorleiter Edward Eklat an.

„Ich bin gespannt, welche Lieder wir singen werden“, sagt Caren Werde aus der Jugendkantorei. „Der Workshop werde sicherlich Spaß machen“, ist die junge Uetzerin Marie-Sophie Brenner überzeugt. Wie sie freut sich auch die schwedische Jugendliche Ida Carlsson darauf, „viele Menschen kennen zu lernen“.

Unter Leitung des schwedischen Chorleiters Edward Eklöf (vorn links) und des Uetzer Pastors Andreas Kiebler (vorn rechts) werden der schwedische Kinder- und Jugendchor Nova und die Uetezr Jugendkantorei Lieder für das gemeinsame Konzert einüben. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Die Idee für das Zusammentreffen hatte nach Auskunft der Uetzer Ersten Gemeinderätin Ursula Tesch eine Mutter, deren Tochter im Chor Nova mitsang, als sich Vertreter der Leader-Regionen Aller-Fuhse-Aue, Västra Smaland (Schweden) und oststeirisches Kernland (Österreich) in Deutschland zu einem Austausch zum Thema Integration von Flüchtlingen getroffen hatten. Der Gedanke sei bei einem weiteren Time-for-Interaction-Treffen in Schweden vertieft worden.

Laut der Dollberger Künstlerin Karen Roloff geht es bei Time for Interaction nicht nur um die Integration von Flüchtlingen in die Arbeitswelt, sondern auch darum, dass Kunst und Kreativität Menschen verschiedener Kulturen zusammenbringen können. Sie leitete bereits am Freitag mit der österreichischen Keramikerin Ute Six in der Werkstatt der Hänigser Kunstspirale einen Töpferworkshop, zu dem sich 18 Teilnehmer angemeldet hatten. „Wir haben auch einige Migrantinnen aus der Frauengruppe des Familienhauses dabei“, berichtete Roloff.

Die Migrantinnen und die übrigen Teilnehmer formten aus Ton Äpfel, Orangen, Seesterne, Fische und andere Dinge. Diese trocknen eine Woche lang, werden dann gebrannt und auf Stelen gesteckt, die die Kunstspirale erhält.

Die Dollberger Künstlerin Karen Roloff zeigt einige der getöpferten Gegenstände, die die Stelen schmücken wollen. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Während die Erwachsene in der Kunstspirale töpferten, bastelten im Haus am Pappaul 21 Jungen und Mädchen aus der Hänigser Kindertagesstätte Storchennest mithilfe von Schablonen aus Pappe „Fluchtvögel“. Angeleitet wurden die Kinder von Kerstin Nordenham und Monica Chaim aus Vectra Samland. „Hinter dem Namen Fluchtvögel steht die Idee, dass Vögel zu keinem speziellen Land gehören und keine Ländergrenzen kennen“, erläuterte Nordenham. Auch Flüchtlinge überwinden Grenzen.

Alle zwei Jahre lädt der Kulturverein Flotart aus der Samtgemeinde Flotwedel zum Flotart-Fest ein. Der Verein präsentiert am Sonnabend und Sonntag, 9. und 10. Juni, jeweils ab 11 Uhr in acht Dörfern der Samtgemeinde Kunst und Design. So werden zum Beispiel ein Autohaus in Bröckel, der Amtshof in Eicklingen und eine Dachdeckerei in Langlingen zu Kunsträumen. Insgesamt wird es 23 solcher Veranstaltungsorte geben. Extra für die Großveranstaltung hat der bekannte Popart-Künstler Andora in Bröckel ein großes Scheunentor bemalt. Das künstlerische Angebot reicht von Fotografie über Metallbildhauerei, Lesungen und Livemusik bis hin zu Schmuck.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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