Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Uetze Uetze soll sich mehr E-Autos zulegen
Aus der Region Region Hannover Uetze Uetze soll sich mehr E-Autos zulegen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:37 10.06.2018
Der Solarcarport auf dem Rathausparkplatz bietet nach Raimund Nowaks Ansicht gute Voraussetzungen für die Elektrifizierung der Fahrzeugflotte der Gemeinde. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Anzeige
Uetze

Raimund Nowak, Geschäftsführer der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg, macht der Gemeinde Uetze drei Vorschläge, wie sie die Elektromobilität voranbringen kann: Sie soll ihre Fahrzeugflotte elektrifizieren, auf dem Rathausparkplatz Ladesäulen für Elektroautos der Mitarbeiter aufstellen und eine Infrastruktur mit öffentlichen Ladestationen schaffen.

„Elektrifizieren Sie Ihre Fahrzeugflotte“, riet Nowak den Mitgliedern des Ratsausschusses für Verkehr, Umwelt und Planung. Die Gemeinde solle jedes Fahrzeug austauschen, das sie mit einem Elektroauto ersetzen könne. Für die Elektrifizierung der Fahrzeugflotte biete der Solarcarport auf dem Rathausparkplatz gute Voraussetzungen.

Bisher hat die Gemeinde nur ein elektrisches Dienstfahrzeug. Damit fährt in erster Linie der Vollstreckungsbeamte. Für dieses E-Mobil gibt es eine Ladestation unter dem Solarcarport. Nach Auskunft des Gemeindesprechers Andreas Fitz können dort auch Besucher der Verwaltung, die mit einem E-Auto kommen, dessen Batterie aufladen. Der Strom, den die Sonnenkollektoren auf dem Carportdach produzieren, wird hauptsächlich im Rathaus verbraucht.

Laut Nowak laufen derzeit in den 80 Kommunen der Metropolregion 200 E-Autos. Nach seiner Einschätzung wird deren Zahl schon in den nächsten zwei Jahren sprunghaft ansteigen. „Strom kostet weniger als Benzin oder Diesel“, sagte der Geschäftsführer. Zudem sei der Aufwand für Pflege und Wartung geringer. Er zeigte sich davon überzeugt, dass Elektromobile künftiger billiger als herkömmliche Autos sein würden.

Die Kommune müsse eine Infrastruktur zum Aufladen der Batterien schaffen. Dringend empfahl er, Ladesäulen für die Mitarbeiter aufzustellen. Die Gemeinde sollte zusätzlich öffentliche Ladestationen einrichten. Eine solche gibt es bisher in Uetze nicht. In Stadthagen, das etwa genauso groß, hingegen drei. Nowak wies auch darauf hin, dass sich im Grunde genommen auch jede Steckdose als Stromquelle für ein E-Auto eignet.

Thordies Hanisch (SPD) sieht daher keine Notwendigkeit, in Uetze eine öffentliche Ladeinfrastruktur aufzubauen. In der Gemeinde gebe es fast nur Eigenheime. Daher könnten die meisten eine Steckdose zu Hause zum Aufladen nutzen. „Sie bauen die Infrastruktur nicht für die eigenen Leute, sondern für die, die zu ihnen kommen“, antwortete ihr Nowak. Mit den öffentlichen Ladestationen könne die Gemeinde signalisieren: „Elektromobilisten sind hier willkommen.“

Die Verwaltung hatte Nowak eingeladen, weil der Klimaschutz ein strategisches Ziel der Gemeinde ist. Nach Ansicht des Klimaschutzmanagers Johannes Leßmann sollte daher die Kommune in Sachen Elektromobilität Vorbild sein.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

Statt Glyphosat setzt der Bauhof der Gemeinde Uetze jetzt eine Heißdampfanlage bei der Wildkrautbekämpfung ein. Das Gerät hat 40.000 Euro gekostet.

10.06.2018

Geht die Sparsamkeit der Gemeinde Uetze inzwischen so weit, dass sie auf dem neuen Ortsschild von Altmerdingsen das R einspart? Nein. Der Schilderhersteller hat den Buchstaben vergessen.

09.06.2018

Ein Pole und seine Komplizen zogen stehlend über Land und machten fette Beute. Sieben Jahre nach drei ihnen nachgewiesenen Wohnungseinbrüchen hat das Amtsgericht die Taten nun geahndet.

09.06.2018
Anzeige