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Uetze In Eltze entsteht Zentrum für Alt und Jung
Aus der Region Region Hannover Uetze In Eltze entsteht Zentrum für Alt und Jung
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16:54 05.02.2019
Neun Seniorenwohnungen entstehen in dem Stallgebäude eines ehemaligen Bauernhofs in Eltze. Quelle: Anette Wulf-Dettmer
Eltze

An der Peiner Straße 45 und auf dem Nachbargrundstück eines ehemaligen Bauernhofs sind überall Handwerker am Arbeiten. Bauherr ist Ulrich Triebel, der sein Pflegeheim Haus Monika beträchtlich erweitert. Es entsteht ein Anbau für zehn großzügige Einzelzimmer, eine Cafeteria und einen Aufenthaltsraum. Den einstigen Bauernhof lässt Triebel zu einem kleinen Wohnpark mit 13 Seniorenwohnungen, der Anlaufstelle für die ambulante Tagespflege und einer Kinderkrippe umgestalten. Abgerissen wird dafür nichts – höchstens in den alten Gebäuden einige Wände versetzt sowie Fenster und Türen in die Außenmauern gestemmt.

„Wir haben im Haus Monika mit seinen derzeit 41 Bewohnern einen Punkt erreicht, wo es ohne zusätzliche Aufenthaltsräume nicht mehr geht“, nennt Tiebel, der in Plockhorst das Seniorenheim Haus am Schaperberg betreibt, den Auslöser für die Expansionspläne. Mit dem Kauf des benachbarten Bauernhofs kann er diese Pläne verwirklichen. Rund zwei Millionen Euro investiert der 50-Jährige. Die Cafeteria mit Terrasse soll den Heimbewohnern ein Stück mehr Lebensqualität bieten. Dort können sie sich mit ihren Besuchern oder anderen Hausbewohnern zum Essen oder Kaffeetrinken treffen. Gleichzeitig soll die Cafeteria das Bindeglied zu den Mietern der Seniorenwohnungen sein. Denn diese können dort, wenn sie nicht selbst kochen oder sich die Speisen in ihre Räume bringen lassen, täglich zu Mittag essen. „Wir haben eine eigene Küche im Haus, wo komplett alles selbst gekocht wird“, sagt Tiebel.

Über der 50 Quadratmeter großen Cafeteria, in der übrigens jedermann willkommen ist, entsteht ein ebenso großer Aufenthaltsraum mit Balkon. Zurzeit gibt es im Haus Monika einen großen Aufenthaltsraum, in dem alle Bewohner gemeinsam essen und zu gemeinsamen Aktivitäten treffen, sowie zwei kleinere Zimmer.

An die Cafeteria schließt sich der neue Wohntrakt des Pflegeheims an. Zehn Einzelzimmer mit mehr als 20 Quadratmetern werden dort eingerichtet. „Wir haben dann 51 Bewohner im Pflegeheim. Damit ist die Obergrenze dessen erreicht, was man als familiär bezeichnen kann“, sagt Tiebel, der gelernter Krankenpfleger ist. „Bislang kenne ich noch alle, und alle kennen mich.“ Das Pflegeheim hat er vor zehn Jahren von seiner Mutter übernommen. Damals lebten 23 Bewohner dort. Kurz darauf baute Tiebel zum ersten Mal an.

Mit den 13 Seniorenwohnungen auf dem einstigen Bauernhof betritt der Unternehmer Neuland. Der ehemalige Stall wird von den Handwerkern so umgebaut, dass dort neun etwa 55 bis 60 Quadratmeter große Wohnungen entstehen. Weitere vier werden im alten Bauernhaus eingerichtet. Dort wird auch die ambulante Tagespflege, die Tiebel im Oktober 2018 eröffnet hat, ihre Büros bekommen.

Vorbildcharakter hat Tiebels Idee, eine Fachwerkscheune des Hofs zur Krippe umzubauen – für die Kinder seiner Mitarbeiterinnen und anderer Eltzer Eltern. Dort soll in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Uetze eine Großtagespflege für elf Kinder ab einem Jahr einziehen. Er wolle erreichen, dass seine Mitarbeiterinnen Familie und Beruf stressfreier miteinander vereinbaren können, erklärt Tiebel. Zudem fehlten in Eltze generell Krippenplätze.

Die Gemeinde suche dafür zurzeit Tagesmütter oder -väter. Geplant sei, dass die Großtagespflege im August 2019 in Betrieb geht. Der Anbau ans Pflegeheim soll im Mai fertig sein, die Seniorenwohnungen im Sommer.

Von Anette Wulf-Dettmer

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