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Uetze Das Hänigser Bergwerk en miniature
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13:31 21.06.2018
Rüdiger Hagen will die Modellbahnanlage der Kalibahn und des Bergwerks Riedel noch erweitern. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Hänigsen/Brelingen

Bei dem Anblick empfinden vermutlich viele frühere Hänigser Bergleute Wehmut: Der Mühlenrestaurator Rüdiger Hagen aus Brelingen, der seit 2009 im Verein Kalibahn Niedersachsen-Riedel mitarbeitet, hat eine Modelleisenbahnanlage des stillgelegten Bergwerks Riedel und der einstigen Kalibahn, die von Ehlershausen über Wathlingen nach Hänigsen-Riedel führte, im Maßstab 1:160 nachgebaut.

Mit der Anlage, die aus mehreren Modulen besteht, will Hagen, zeigen, wie das K+S-Gelände früher ausgesehen hat. Ein Teil des Grundstücks ist heute Vereinsgelände der Kalibahner. Die meisten Gebäude des Bergwerks sind nach der Stilllegung der Schachtanlage 1996/97 abgerissen worden. „Das Modell stellt den Zustand des Bergwerks in der Zeit etwa von 1950 bis 1960 dar“, sagt der 45 Jahre alte Brelinger. Zu sehen sind zum Beispiel der Förderturm, die Waschkaue, das Streusalzlager, die Rohsalzmühle, das Elektrizitätswerk, die Werkstatt und das Labor. „Am Eisenbahntor stand früher ein Stellwerk“, weiß Hagen. Denn auf dem Werksgelände verzweigte sich die Gleisanlage.

Auf das Bergwerksgelände führte nicht nur die Grubenanschlussbahn. Dort endete auch die Kleinbahn, deren offizieller Name Burgdorfer Kreisbahnen lautete und die im Volksmund Kasperbahn genannt wurde. Die Burgdorfer Kreisbahnen hätten einen Bahnhof und einen Lokschuppen am Riedelweg gehabt, berichtet Hagen. Laut dem Internetlexikon Wikipedia fuhren bis 1957 Arbeiterzüge von Burgdorf zum Bergwerk.

An dem Modell arbeitet der Brelinger seit 2016. „Die Stunden habe ich nicht gezählt“, sagt er. Die Modulanlage will er noch bis Wathlingen erweitern. Sie endet bisher in Höhe des ehemaligen Barackenlagers am Celler Weg. Wenn das Modell einmal fertig ist, wird es wohl auf dem Vereinsgelände der Kalibahner ausgestellt.

Rüdiger Hagen baut das Bergwerk Riedel und die Gleisanlagen Stück für Stück nach und fügt die einzelnen Module schließlich zusammen. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Über den Modellbau ist der Brelinger zum Eisenbahnfan geworden. Während seiner Schulzeit hatte er nach Unterrichtsschluss kleine Mühlen gebaut. Seine Modelle der Burgdorfer Mühlen waren damals in einer Ausstellung im Burgdorfer Stadtmuseum zu sehen. Zu Hänigsen hat Hagen, der sich für alles interessiert, was alt ist, eine besondere Beziehung. Als er 1991 eine Ausbildung zum Kartografen beim niedersächsischen Landesverwaltungsamt begann, machte er nebenbei auch noch beim Müllermeister Hans Schubotz in der damals noch gewerblich genutzten Hänigser Bockwindmühle eine Müllerlehre. Nachdem Hagen seinen Beruf als Kartograf an den Nagel gehängt hatte, arbeitete er bis 2001 als Müller. Anschließend besuchte er zwei Jahre lang die Deutsche Müllerschule in Braunschweig, an der er den Abschluss Müllerei- und Mühlentechniker machte. Heute verdient er als selbstständiger Mühlenrestaurator sein Geld.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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