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Uetze Ausweisung als Naturschutzgebiet verzögert sich
Aus der Region Region Hannover Uetze Ausweisung als Naturschutzgebiet verzögert sich
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00:37 28.04.2018
In der Herrschaft ist die Fuhse noch in einem naturnahen Zustand. Sie ist daher Lebensraum für gefährdete Tierarten. Quelle: Schiller
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Uetze

 Die Region Hannover muss die Herrschaft als Naturschutzgebiet ausweisen. Der Grund: Niedersachsen hat das 150 Hektar große Waldgebiet der Europäischen Union als besonders schutzwürdiges Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH-Gebiet) gemeldet. Doch die Ausweisung verzögert sich. Die Regionsverwaltung hat den Verordnungsentwurf für das Naturschutzgebiet komplett überarbeiten müssen.

Ein Teil der Herrschaft ist Friedwald, in dem Urnenbeisetzungen möglich sind. Nach Auskunft von Regionssprecher Klaus Abelmann war in der ersten Version der Verordnung diese Sondernutzung im Naturschutzgebiet nicht ausdrücklich erwähnt worden. Deshalb habe man den Entwurf ändern müssen. Das habe zur Folge, dass die Region die Unterlagen in Kürze noch einmal öffentlich auslegen und die Träger öffentlicher Belange wie Behörden und Naturschutzverände erneut anhören müsse.

Am alten Entwurf hatte die Gemeinde beanstandet, dass dort die Größe des Friedwalds nur mit 15 Hektar angegeben war. Dieser Fehler ist offenbar behoben. „Die Friedhofsfläche ist gemäß Friedhofssatzung 65 Hektar groß. Davon sind aktuell zirka 15 Hektar belegt“, sagt Abelmann.

Diese Schautafeln machen am Waldrand auf den Friedwald in der Herrschaft aufmerksam. Quelle: Schiller

Die Gemeinde hatte außerdem darauf hingewiesen, dass die Herrschaft Naherholungsgebiet für Uetzer ist. Sie hatte vorgeschlagen, dass Spaziergänger nicht nur Fahrwege, sondern auch kleine Waldwege und Pfade nutzen dürfen. Laut Abelmann kann die untere Naturschutzbehörde kleine Wege mit Banderolen zum Begehen freigeben. „Die Kennzeichnung wird in Kooperation mit der Gemeinde Uetze und der Forstverwaltung erfolgen“, kündigt Abelmann an. Mountainbiker dürften hingegen nur auf Fahrwegen radeln, die für Radfahrer frei sind. Außerdem hält die Regionsverwaltung an der ganzjährigen Anleinpflicht für Hunde fest.

Pfade wie dieser führen durch die Herrschaft. In Absprache mit der Gemeinde und der Forstverwaltung will die Region Hannover solche Wege für Spaziergänger freigeben. Quelle: Schiller

Die Fuhse ist in der Herrschaft Lebenraumsraum für bedrohte Tierarten, weil sich dort das Flussbett noch in einem naturnahen Zustand befindet. In und am Fluss kommen zum Beispiel noch Fischotter, Eisvogel, Grüne Keiljungfer und kleine Malermuschel vor. Aber auch das signifikante Fledermausvorkommen mit Arten wie Bechsteinfeldermaus und Kleiner Abendsegler machen den Sternmieren-, Eichen-und Hainbuchenwald besonders schützenswert.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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