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Uetze Thomas Stolze wünscht sich das totale Chaos
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16:49 14.11.2018
Thomas Stolze, Regisseur der Bretterwelt, gibt während einer Probe Anweisungen für den Aufbau des Bühnenbilds. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze/Eltze

Das ist normalerweise ein Alptraum eines Schauspielregisseurs: Während der Aufführung herrscht auf der Bühne das totale Chaos. Doch genau das wünscht sich Thomas Stolze, Regisseur des Uetzer Amateurtheaters Bretterwelt, wenn das Ensemble mit Michael Frayns Komödie „Der nackte Wahnsinn“ am Sonnabend, 17. November, in der Agora Premiere feiert. In dem Stück studiert ein Tourneetheater eine Boulevardkomödie ein, und nichts klappt.

Seit genau 40 Jahren hat Stolze als Schauspieler und Regisseur Bühnenerfahrung. Aufgrund dieser Tatsache hat er bewusst Frayns „Der nackte Wahnsinn“ für die Vorstellungen der Bretterwelt in diesem Jahr ausgesucht. „Das Stück spiegelt die Situation eines Laientheaters gut wider“, sagt der 54 Jahre alte Energieanlagenelektroniker aus Eltze. „Das Bühnenbild mit den vielen Türen ist eine Herausforderung. Da müssen die Auf- und Abgänge der Schauspieler genau getimt sein“, fügt er hinzu. Außerdem müsse der Regisseur die verschiedenen Charaktere der Akteure herausarbeiten. Sie spielten sowohl Schauspieler als auch Privatpersonen. „Das Ganze ist auf Situationskomik angelegt“, erzählt Stolze.

Bei den ersten Proben sitzt Stolze stets mit dem Textbuch in der Hand mitten im Zuschauerraum und gibt seine Regieanweisungen. „Als Regisseur muss man auf alles achten, auf die Bewegungen, den charakterlichen Ausdruck und vieles mehr“, sagt der Eltzer. Ein Schauspieler dürfe nicht zu viele eigene Eigenschaften auf seine Rolle übertragen. „Ganz wichtig ist, dass die Gänge auf der Bühne stimmen“, sagt Stolze. Die Schauspieler dürften sich nicht gegenseitig verdecken. Deshalb schaue er bei den späteren Proben aus verschiedenen Positionen im Zuschauerraum zu und korrigiere gegebenenfalls die Wege auf der Bühne. Eine Aufführung sei ein Gemeinschaftswerk, stellt Stolze klar. Ein Regisseur müsse auf die Ideen der Schauspieler eingehen und müsse diese, wenn sie gut seien, aufgreifen.

An seinen ersten Auftritt als Laiendarsteller 1978 kann sich der 54-Jährige noch „sehr gut“ erinnern. Sein Klassenlehrerin Eleonore Kürkcüoglu, die damals die Theater-Arbeitsgemeinschaft des Uetzer Gymnasiums neu aufbaute, suchte für eine Aufführung Statisten. „Obwohl ich eigentlich nicht wollte, habe ich Ja gesagt“, erzählt Stolze. Während der Proben wurde ein Schüler krank, und dessen Rolle übernahm Stolze. „Während der Proben und der Aufführung habe ich gemerkt, dass das richtig Spaß macht“, sagt der Eltzer. Von da an war er von der Schauspielerei infiziert.

Nach dem Abitur gründete er mit anderen früheren Mitgliedern der Theater-AG das Ensemble „Bühnengeflüster“. „Ende der Achtzigerjahre hatten wir mehrere Aufführungen“, berichtet Stolze. Damals habe er geschauspielert, Regie geführt und mit am Bühnenbild gebaut. Das mache er auch heute bei der Bretterwelt, zu der er 2000 gestoßen sei, erzählt Stolze. Seit einigen Jahren gehört der Familienvater auch zum Literarischen Quintett, das Gedichte nicht nur rezitiert, sondern auch in Szene setzt. Wegen der Familie, der Bretterwelt und des Literarischen Quintetts bleibt ihm nur wenig Zeit für sein Hobby Radfahrern. Stolze: „Ich war immer begeisterter Fahrradfahrer.“

Die Bretterwelt führt Michael Frayns Komödie „Der nachte Wahnsinn“ am Sonnabend, 17. November, am Freitag, 23. November, und am Sonnabend, 24. November, jeweils ab 19.30 Uhr in der Agora des Uetzer Schulzentrums, Marktstraße 6, auf.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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