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Uetze Zwei Frauen planen ein Kulturfestival
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16:10 02.11.2018
Tove Knebusch (links) und Franziska Greite-Schillert wollen alle neun Ortschaften in das neuntägige Kulturfest einbeziehen. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze

Die Dollberger Ortsbürgermeisterin Tove Knebusch und Hänigsens Ortsratsmitglied Franziska Greite-Schillert planen ein ehrgeiziges Projekt: Sie wollen im Sommer 2020 ein neuntägiges Kulturfestival für die neun Ortschaften der Gemeinde Uetze auf die Beine stellen – ohne Unterstützung der Verwaltung und der Kommunalpolitik. Für diesen Kultur-Marathon, der eine reine Bürgerveranstaltung werden soll, suchen sie zurzeit noch Mitstreiter.

Inspiriert worden sind Knebusch und Greite-Schillert vom zweitägigen Flotart-Fest, bei dem Künstler alle zwei Jahre in verschiedenen Ausstellungsräumen in den Dörfern der Samtgemeinde Flotwedel ihre Werke zeigen. „Das ist eine Inspiration, aber kein Vorbild. Wir wollen etwas Eigenes machen“, sagt Knebusch, die sich ehrenamtlich in der Kulturinitiative K4 engagiert. Als Arbeitstitel für das Projekt haben sie „Subkultour“ gewählt. Es solle nicht nur um Kunst gehen, sagt Greite-Schillert, die bei der Hänigser Kunstspirale mitarbeitet. Kultur sei umfassender. Dazu gehörten zum Beispiel auch Speisen, Handwerk, Landwirtschaft, Literatur, Sport und Architektur. Wegen der Unterbereiche der Kultur beginne der Arbeitstitel mit dem lateinischen Wort sub (unter).

Das Wort Tour sei enthalten, „weil es eine Tour durch alle neun Ortschaften der Gemeinde werden soll. Wir suchen noch eine originelle Idee, wie die Besucher von einem Ort zum anderen fahren“, sagt Knebusch. Auch der Name der neuntägigen Veranstaltung sei noch nicht festgezurrt. Nach Greite-Schillerts Ansicht wäre es ideal, eine Bezeichnung zu finden, die spezifisch für die Gemeinde ist.

„Wir brauchen noch viele Ideen. Deshalb suchen wir Mitstreiter“, fügt die Hänigserin hinzu. Kulturschaffende aller Art wie Hobbyfotografen, Autoren und Bands seien willkommen. „Es kann sich jeder melden, der Lust hat, bei so einem Kulturfest mitzumachen“, sagt Knebusch. Weil sie gerade erst mit der Planung begonnen haben, hätten alle, die sich einbringen wollten, noch Gestaltungsmöglichkeiten.

Wie das alles bezahlt werden soll, ist noch völlig offen. „Es soll keine teure Veranstaltung werden. Es sollen nicht überall Bühnen aufgestellt werden“, sagt Greite-Schillert. Man könne Kultur auf öffentlichen Platzen, in Cafés und Restaurants, auf privaten Höfen, in Gärten und Garagen präsentieren. In der Regel sollten die einzelnen Veranstaltungen keinen Eintritt kosten. Geld werde es aber brauchen für Plakate und Flyer. Firmen könnten sich als Sponsoren engagieren.

Knebusch und Greite-Schillert wollen mit der neuntägigen Veranstaltungsreigen das Gemeinschaftsgefühl in der Kommune fördern: „Wir sind eine Gemeinde. Wir wollen, dass die Ortschaften mehr voneinander erfahren.“

Wer sich in das Projekt einbringen will, kann sich per E-Mail an subkultour.uetze@gmail.com melden.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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