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Uetze Wackerwinkel: Heimatbund soll mehr Pacht zahlen
Aus der Region Region Hannover Uetze Wackerwinkel: Heimatbund soll mehr Pacht zahlen
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00:43 25.03.2018
Das Zweiständerhaus, das der Heimatbund gepachtet hat, ist mehr als 400 Jahre alt. Im Bauerngarten will der Heimatbund einen Teil der erkrankten Buchsbaumhecken ersetzen. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Wackerwinkel

 Damit das mehr als 400 Jahre alte Fachwerkhaus in Wackerwinkel weiterhin für die Öffentlichkeit zugänglich ist, muss der Uetzer Heimatbund voraussichtlich eine höhere Jahrespacht bezahlen. Außerdem soll im neuen Pachtvertrag – so wünscht es der Verpächter – eine einjährige Kündigungsfrist vereinbart werden. Der alte Vertrag läuft Ende 2018 aus.

Er habe im Februar mit dem Eigentümer des alten Bauernhauses, Henning Rosenfeld, verhandelt, berichtete Heimatbundchef Peter Doms in der Jahresversammlung des Vereins. Da habe er die mündliche Zusage erhalten, dass der Heimatbund das Gebäude auch noch im nächsten Jahr nutzen könne. Rosenfeld wolle nur noch einen Pachtvertrag mit einjähriger Kündigungsfrist abschließen. Der Heimatbund hätte allerdings gern wieder einen Vertrag mit einer Laufzeit von fünf Jahren gehabt, um Planungsicherheit zu bekommen, erklärte Doms.

„Erschwerend kommt hinzu, dass er 650 Euro mehr Pacht haben will“, sagte Doms. „Wir müssen sehen, wie wir den Betrag reinholen können“, fügte er hinzu. Eventuell komme der Verein im nächsten Jahr nicht um eine Beitragserhöhung herum. Zumal auch noch andere Ausgaben auf den Heimatbund zukämen. So sei geplant, vor historischen Gebäuden und Plätzen Erläuterungsschilder aufzustellen. „Das kostet ein bisschen“, gab der Vorsitzende zu bedenken.

Über die anstehende Pachterhöhung ärgerte sich Heinz Stahl. Er erinnerte daran, dass er und andere Heimatbundmitglieder das Fachwerkhaus in den Neunzigerjahren mit Unterstützung internationaler Jugendgruppen restauriert haben. „Was haben wir da herumgeackert“, sagte Stahl. Der Heimatbund habe den Wert des Anwesens gesteigert.

„Wir können nur ja oder nein sagen“, antwortete Doms. Rosenfeld hätte schon in den vergangenen Jahren mehr Geld verlangen können, aber davon nicht Gebrauch gemacht. „Wir haben keine Alternative“, pflichtete der frühere Heimatbundvorsitzende Karl-Heinz Ellebracht Doms bei. Wie Ellebracht sahen es die meisten der fast 100 Versammlungsbesucher.

Der Heimatbund öffnet in diesem Jahr erstmals an Himmelfahrt, 10. Mai, das Zweiständerhaus und den Bauerngarten für Besucher. Bis Ende September sind Gäste donnerstagnachmittags in Haus und Garten willkommen. Der Heimatbund bietet dann gegen Spenden Kaffee und Kuchen an. Der Vorsitzende wünscht sich, dass wieder mehr Vereinsmitglieder dieses Angebot nutzen. 

„Unser Garten wird in diesem Jahr ein bisschen erneuert. Wir werden einen Teil der erkrankten Hecken austauschen“, kündigte Doms an. Werner Fuhrmann, der zur Gartengruppe des Vereins gehört, habe bereits den Ziehbrunnen neben dem Haus restauriert.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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