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Wedemark Unbekannte legen Scherben am Angelsee aus
Aus der Region Region Hannover Wedemark Unbekannte legen Scherben am Angelsee aus
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00:15 31.10.2018
So sah es an vielen Stellen des Seeufers aus. Quelle: Holger Machulla
Wedemark/Burgwedel

Seit Wochen legen Unbekannte eimerweise Glasscherben an dem Autobahnsee im Dreieck von A7 und A352 aus. Jetzt hat der Angelverein Neustadt am Rübenberge als Pächter von See und Uferbereich Alarm geschlagen.

Der Angelverein mit mehr als 800 Mitgliedern in der Wedemark und der Region setzt eine Belohnung von 200 Euro aus für sachdienliche Hinweise, die zu einer Anzeige führen können. „Wir werden Anzeige erstatten, wenn wir Hinweise bekommen haben. Zum jetzigen Zeitpunkt würde es nichts bringen und würde der Polizei nur unnötige Arbeit machen“, sagt der Vereinsvorsitzende Holger Machulla. Gleichwohl seien die Angler höchst beunruhigt.

„Unsere Mitglieder mussten in den vergangenen Wochen mehrfach ausrücken, um Glasscherben aus den Uferbereichen des Sees zu entfernen. Dabei waren die Naturschützer über die Mengen, die dort an unterschiedlichen Stellen lagen, völlig entsetzt“, beschreibt Machulla. „Es waren nicht einzelne Flaschen sondern eimerweise Glasscherben. Sie waren zum Teil hochkant in die Erde gedrückt, damit sich Menschen und Tiere verletzen sollen“, vermutet er nach dem Augenschein. Die Angler machten sich daher um die vielen Wasservögel, aber auch um den dort immer wieder auftauchenden Fischotter Sorgen.

„Es ist aber auch gefährlich für Spaziergänger und Angler die mit ihren Kindern oder Hunden am Gewässer unterwegs sind, da sich diese schwer verletzen könnten“, verdeutlicht der Vorsitzende. Die Angler hätten sofort die sichtbaren Scherben entsorgt, aber es bestehe weiterhin Gefahr, dass ein Rest unter Laub übersehen wurde und sich jemand verletzen könnte.

Auf die Frage, wem solche gezielten Scherbenablagen oder sogar -attacken möglicherweise zugeordnet werden könnten, wissen die Angler keine Antwort. Eigentümer des Sees, der teils in der Wedemark und in Burgwedel liegt, ist der Bund. „Der See wurde an verschiedenen Plätzen rundum mit Glas verunreinigt. Dabei tut sich keine geografische Seite von der Menge besonders hervor. Wir haben Glas auch in schlecht zugänglichen Bereichen gefunden. Es ist kein Muster zu erkennen“, berichtet Machulla. Eine Vermutung habe er nicht; dem Vorstand seien keine Streitigkeiten in den vergangenen 20 Jahren bekannt. „Ob es gegen uns Angler gehen soll, oder ob jemand Hunde oder Menschen, die ans oder ins Wasser gehen, verletzen will, können wir nicht sagen. Von unseren Anglern habe ich bisher immer nur gehört, dass sie sich nett mit den Spaziergängern unterhalten haben“, stellt der Vorsitzende fest. „Unsere Angler haben auch nichts gegen Hunde, da sie selbst manchmal ihre Hunde oder auch Kinder mitbringen, die sich dann verletzen könnten.“ An Dumme-Jungen-Streiche von Kindern glauben die Angler auch nicht, da die Mitglieder laut Machulla bis zu 20 Litereimer Glasscherben eingesammelt haben. Und die könnten Kinder wohl nicht alle ans Wasser bringen.

„Ich hatte am Wochenende noch mit einem Angler gesprochen, der sagte, dass vor etwa drei Wochen erstmals Glas ausgelegt wurde. Damals soll sich ein Hund die Pfote aufgeschnitten haben“, sagt der Vorsitzende des Angelvereins Neustadt. Der gemeinnützige Verein ist zudem anerkannter Naturschutzverband. Informationen erreichen den Vorstand per E-Mail unter Holger.Machulla@web.de, postalisch unter Holger Machulla, Theodor-Heuss-Straße 27, 31535 Neustadt.

Von Ursula Kallenbach

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