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Wedemark Auch der neue „Schrödter“ setzt Standards
Aus der Region Region Hannover Wedemark Auch der neue „Schrödter“ setzt Standards
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16:30 08.02.2019
Rechtsanwalt und Kommentator Wolfgang Schrödter ist seit 1992 Herausgeber - auch dieses neuen "Schrödters" wieder. Quelle: Ursula Kallenbach
Mellendorf

Dass Wolfgang Schrödter alle paar Jahre ein dickes Fachbuch mit seinem Namen ins Rathaus Mellendorf trägt, ist gute Tradition. Denn der Jurist wohnt nicht nur in Bissendorf, er hat von 1980 bis 1992 auch schon die Geschicke der Gemeinde Wedemark als Gemeindedirektor geleitet. Der „Schrödter“ ist eine neue kommentierte Ausgabe des Baugesetzbuches.

Der ehemalige hauptamtliche Verwaltungschef ist seit 1992 Herausgeber des Standardwerks, und er bleibe es auch noch, betonte Schrödter, als er jetzt Bürgermeister Helge Zychlinski den Band in neuester, neunter Auflage überreichte. Das gebundene Werk umfasst 2782 Seiten. Als sein Vater Hans Schrödter, ebenfalls Jurist, 1964 den ersten Kommentar zum Baugesetzbuch erstellte, reichten noch 400 Seiten aus, verglich Schrödter. Seit 1980 setzt der Fachmann für Baurecht die Veröffentlichungsreihe seiner Vaters fort und verfasst Kommentare zum Baurecht, auf die Juristen in Ausbildung und Praxis bundesweit zugreifen. Die Tradition des Überbringens ins Rathaus Mellendorf gibt es seit 1992; damals war Schrödter beim Niedersächsischen Städtetag tätig. Auch während dieses Engagements für den kommunalen Spitzenverband und bis heute ergänzt er regelmäßig die Veröffentlichungen.

Überarbeitung des Werk dauert dreieinhalb Jahre

Schrödter selbst bearbeitete – unter acht Autoren des neuen Bandes – den Schwerpunkt Bauleitplanung. Insofern findet das kiloschwere Buch als notwendiges Handwerkszeug für die Planer einen Platz im Fachbereich Planen und Bauen der Gemeinde und der eigenen Bauaufsicht. „Zur Bebauung im Außenbereich gab es in der ersten Auflage eine halbe Seite Kommentierungen – heute drei Seiten“, führte der Rechtsanwalt mit 50 Berufsjahren bei dem Gespräch im Rathaus aus. Die in allen Kommunen notwendige Lückenbebauung in Orten – „immer noch ein zentraler Punkt“ – fand sich in den 1960er Jahren in dem Baugesetzklassiker auf fünf Zeilen, jetzt ist ihr eine Seite gewidmet. „Der neue Schrödter 2019“, wie er in der Fachliteratur beworben wird, kostet regulär 259 Euro.

„An diesem Kommentar habe ich dreieinhalb Jahre gearbeitet“, erzählte der Jurist; die davor letzte Auflage war 2015 erschienen. Die Freizeit müsse dafür herhalten, sagte Schrödter, der auch mit 75 Jahren als Rechtsanwalt praktiziert. „Das hält den Kopf frisch“, betonte er „entgegen den Plan, eigentlich 2018 aufzuhören“. Familie und inzwischen fünf Enkelkinder ließen ihn aber weiter darüber nachdenken.

Schrödter sieht Standortvorteile für die Wedemark

Die Bauaufsicht im eigenen Hause laufe gut, bestätigte Bürgermeister Helge Zychlinski mit Bezug auf den neuen Kommentarband. Die Kommune ziehe damit aber auch unangenehme Entscheidungen auf sich. „Aber wir sind sehr schnell“, versicherte er – vorausgesetzt, die Architekten lieferten alle notwendigen Unterlagen vollständig.

„Die Gemeinde Wedemark nutzt ihre Standortvorteile aus“, bescheinigte der ehemalige Verwaltungschef dem derzeitigen, der nach eigener Auskunft am Wochenende fünf Jahre im Dienst ist. Etwa mit Bildungseinrichtungen sei die Wedemark gut ausgestattet. „Junge Familien sehen sich heute im Internet auch die Kinderbetreuung und Schulen in Kommunen an, bevor sie umziehen“, verdeutlichte Schrödter. „Aus weichen Standortfaktoren sind schon harte geworden.“

Von Ursula Kallenbach

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