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Wedemark Mit Hochdruck geht's in die Geschichte
Aus der Region Region Hannover Wedemark Mit Hochdruck geht's in die Geschichte
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00:26 07.06.2018
Von Ursula Kallenbach
Gemeinsam stellen Franz Rainer Enste (von links), Bürgermeister Helge Zychlinski und Martin Stöber den neuesten Band in der Geschichtsreihe der Gemeinde vor und kündigen an, wie es weitergeht. Quelle: Kallenbach
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Wedemark

Nun ist auch der sechste Band in der Reihe "Die Geschichte der Wedemark von 1930 bis 1950" im örtlichen Buchhandel zu kaufen. Das Bändchen, herausgegeben von der Gemeinde Wedemark in einer Auflage von 200 Exemplaren, liefert die Dokumentation des Geschichtssymposiums von Ende Januar.

Dieses dritte Symposium widmete sich den Auswüchsen der Diktatur in der heutigen Gemeinde Wedemark. Und damit dem Umgang mit den Schwächsten: Zentraler Teil des Symposiums im Forum des Campus W in Mellendorf war die Präsentation eines Schüler-Geschichtskurses. Die Oberstufengruppe am Gymnasium war mit wissenschaftlicher Anleitung in Archiven der Verfolgung und Ermordung kranker und behinderter Menschen aus der Wedemark nachgegangen. Ihre Powerpoint-Präsentation soll bald eins zu eins auf der Internetseite der Gemeinde Wedemark abzurufen sein.

Dokumentiert werden in dem jetzt vorliegenden Band auch die anderen Beiträge aus dem Symposium, so das Gastreferat zum „Kulturverlust einer ganzen Epoche – und seine Lehren für die Zukunft“ vom ehemaligen Landtagspräsidenten Jürgen Gansäuer.

Symposien wirken nach

„Die Öffentlichkeit wartet darauf“, sagte der Koordinator des Geschichtsprojekts 1930 - 1950 der Gemeinde, Franz Rainer Enste, zu der Herausgabe dieses sechsten wie der vorausgegangenen Bände. Gemeinsam mit Bürgermeister Helge Zychlinski und dem Geschäftsführer des Niedersächsischen Instituts für Historische Regionalforschung (NIHR), Martin Stöber, verwies er darauf, dass die bisher drei Symposien weit über den jeweiligen Abend hinaus wirkten.

„Wir bekommen in den Symposien Beiträge von herausragender Bedeutung, die es verdienen, über die Gemeindegrenzen hinaus beachtet zu werden“, betonte Enste. Sowohl nach den großen Veranstaltungen wie nach Erscheinen der Buchveröffentlichungen meldeten sich zahlreiche Wedemärker mit weiteren Hinweisen und Fotos. „Insofern sind die großen Veranstaltungen, über die berichtet wird, sehr wichtig. Sie sagen den Menschen: Was Ihr wisst und zu Hause aufbewahrt, ist von Bedeutung“, machte Enste deutlich. „Wir finden es toll, was an Resonanz kommt. Auch diese Mosaiksteinchen wollen wir zu einem Band zusammenfassen.“

Enstes ehrenamtliches Engagement übertreffe alles, „seit wir vor vier Jahren angefangen haben“, hob Wedemarks Bürgermeister hervor, der selbst die Aufarbeitung der Geschichte 1930 bis 1950 in der Wedemark damals angestoßen hatte. Mit Hochdruck geht es in dem Projekt weiter. Zychlinski kündigte eine kulturelle Veranstaltung für den 9. November im Bürgerhaus in Bissendorf an, die sich einreiht in das Geschichtsprojekt. Dort gehe es mit einem Vortrag von Enste, dazu Lichtbildern von Manfred Zimmermann und musikalischer Cello-Begleitung um „Bach – Bauhaus – Buchenwald“. In der Geschichte Weimars wird einzigartig die Stadt, Deutschland und Europa abgebildet.

Voraussichtlich am 28. Januar wird das vierte Symposium folgen. Der nächste Schüler-Leistungskursus Geschichte am Gymnasium im Schuljahr 2018/2019 wird das Thema Integration von Flüchtlingen nach dem Zweiten Weltkrieg angehen.

Zeitnäher, voraussichtlich Anfang des neuen Schuljahres, wird ein Band zum „Leben in einem deutschen Dorf“ erscheinen, gemeint ist Elze in der Zeit der Nazi-Herrschaft. Ausgearbeitet haben ihn Otto Hemme, Max Steinborn und Heinrich Frank als Mitglieder der Historischen Arbeitsgemeinschaft Wedemark.

Die Bändchen in der Geschichtsreihe der Gemeinde kosten im Handel 6,50 Euro.

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