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Wedemark Welche Zukunft hat die Windmühle Abbensen?
Aus der Region Region Hannover Wedemark Welche Zukunft hat die Windmühle Abbensen?
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00:25 14.06.2018
Von Ursula Kallenbach
Der Eigentümer will die alte Mühle jetzt an Ort und Stelle baulich ertüchtigen. Quelle: Kallenbach
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Abbensen

Kurzfristig will der Eigentümer die alte Windmühle in Abbensen jetzt innen und außen baulich sichern. Ein Bauzaun statt rot-weißer Flatterbänder kündigt das an. Im Mai hat die Gemeinde nach jahrelangen Gesprächen und Aufforderungen mit Fristen zum Rückbau des maroden Gebäudes dem Besitzer nun eine Genehmigung erteilt, dass die Mühle durch Abstützen im Inneren standsicher gehalten werden darf.

„Die Rückbauverfügung ist damit ausgesetzt. Jetzt müssen wir das umsetzen“, sagt der Eigentümer. Auf der Grundlage eines 56-seitigen Gutachtens habe er den Bauantrag an die Gemeinde gestellt. Genehmigt sei jetzt eine Ertüchtigung des Bauwerks. Ein Statiker begleite das Unterfangen.

Von außen nicht sichtbar: Im Inneren des Mühlenkörpers ist ein Arbeitsgerüst schon aufgebaut: Das Ständerwerk wird überarbeitet. Außen wird die Mühlenkappe regendicht mit Bitumen-Schindeln gedeckt, kündigt der Eigentümer an. Auch seien erforderliche Arbeiten weiter unten am Mauerwerk vorgesehen. Nicht zuletzt: Auch eine Schädlingsbekämpfung müsse erfolgen.

Viele beteiligen sich an der Mühlenrettung

Zwei Windmühlenflügel sind schon seit langem abgängig, bestätigt der Eigentümer, der nicht mit Namen in der Zeitung auftreten möchte. „Ich möchte unbedingt, dass die Mühle als Artefakt an Ort und Stelle stehenbleibt und gesichert wird“, erklärt er sein Bemühen, das gleichwohl über Jahre schon die Baugenehmigungsbehörde und den Denkmalschutz bei der Gemeinde Wedemark beschäftigt hat. Auch der Mühlenexperte in der Region Hannover, Rüdiger Hagen, hatte viel Zeit, ehrenamtliche Arbeit und Fachwissen investiert, um Lösungen für einen denkmalwürdigen Erhalt der Mühle zu finden und historische Bauteile aus dem Gebäude sicherzustellen.

Parallel hat sich auch jeweils der Ortsrat für Abbensen, Duden-Rodenbostel und Negenborn mit der über Jahre immer weiter abgängigen Mühlenmaterie befasst. Zudem hatte sich eine Initiative zur Rettung des historischen Bauwerks – ob an diesem Standort oder durch Wiederaufbau an anderer Stelle - gegründet. Mit einer schon fertigen Satzung für einen Mühlenförderverein stand die Initiative da, aber dabei ist es bis heute geblieben. „Wir haben keinen Kontakt mehr zu der Eigentümerfamilie“, erläutert der auch an der Wettmarer Mühle ehrenamtlich aktive Freizeitmüller Rüdiger Tegtmeier-Blanck aus der Wedemark. Am Donnerstag, 14. Juni, wollen die Mitglieder der Initiative sich erneut treffen.

„Wir wollen überlegen, wie wir uns dazu nun stellen“, sagt Tegtmeier-Blanck. Persönlich erwarte er in Abbensen nichts mehr; er habe sein Interesse daran verloren. Die Mühle werde nach der statischen Sicherung dann dastehen und verrotten, vermutet er. „Selbst bei einem Einvernehmen mit dem Eigentümer gäbe es ja noch unendliche Probleme, um die Mühle zu retten.“

Während die Initiative durchaus andere Standorte und einen fachlich begleiteten Wiederaufbau in Betracht gezogen hatte, kommt dies für den Eigentümer nach eigenem Bekunden nach wie vor nicht infrage: „Das wäre wie ein Neubau“.

Ein Bauzaun kündigt die Sicherung der Mühle im Bestand an. Quelle: Kallenbach

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