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Wedemark Tag des Gehörs findet positive Resonanz
Aus der Region Region Hannover Wedemark Tag des Gehörs findet positive Resonanz
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15:11 05.11.2018
Der Hörakustiker Leon Ernst testet bei Björn Svensson die Hörfähigkeit. Quelle: Sven Warnecke
Bissendorf

Zum Zahnarzt gehen die meisten Menschen – rein prophylaktisch – vielleicht nicht gern, aber regelmäßig. Häufig auch zum Augenarzt, um die eigene Sehfähigkeit testen zu lassen. Auch zu anderen Vorsorgeuntersuchungen wird sich in gewissen Abständen in Marsch gesetzt. Doch das Gehör wird zumeist vernachlässigt oder gar vergessen. Bis es zu spät ist. Genau auf dieses Problem hat nun der Behindertenbeirat beim ersten selbst organisierten Wedemärker Tag des Gehörs aufmerksam gemacht.

Dabei konnten die Aktiven um Beiratsmitglied Vera Thiel auch auf prominente Unterstützung setzen. Denn der Hörgerätehersteller Martin Kind aus dem benachbarten Großburgwedel hatte Thiels Angaben zufolge auf ein von ihr aufgesetztes persönliches Schreiben prompt reagiert und seine Hilfe in Form von Technik und Mitarbeitern zugesagt. Mehr noch: Der Unternehmer schaute selbst beim Tag des Gehörs im Bissendorfer Bürgerhaus vorbei. Dabei habe dieser sein – im positiven Sinne – großes Erstaunen über eine derartige lokale Veranstaltung zum Ausdruck gebracht, berichtete Thiel später –und nicht ohne Stolz – im Gespräch mit dieser Zeitung.

Während es Aktionstages wurde den Besuchern ein kostenloser Hörtest von dem Hörgeräteakustiker angeboten. Mehr als 20 Interessierte nahmen das Angebot an. „Wir vom Behindertenbeirat möchten unsere Mitbürger, egal welchen Alters, zum Thema ,Hören’ sensibilisieren“, betonte Thiel dann auch. „Wir wollen nicht erst Menschen ansprechen, wenn die Behinderungen da sind“, betont sie. „Wir wollen mit Vorsorge helfen“, gibt Thiel das Ziel aus. Bevor Behinderungen zu einem echten Problem werden. Aus diesem Grund werde die Veranstaltung auch kein Einzelfall bleiben, kündigt das Beiratsmitglied an. Bereits im nächsten Jahr plant das Gremium deshalb eine komplette Gesundheitsmesse. Vermutlich auch wieder im Bissendorfer Bürgerhaus. Dabei sollen alle im Gesundheitssektor aktiven Firmen aus der Wedemark eine Bühne erhalten.

Und die Zielgruppe? Sowohl beim ersten Tag des Gehörs und bei der nun geplanten Gesundheitsmesse gibt es keine Altersgrenze – weder nach oben oder nach unten. „Jedes Alter“, beschreibt das Thiel soll sich angesprochen fühlen. Und speziell das Gehör sei von „klein auf wichtig“, unterstreicht das Mitglied des Behindertenbeirats die Bedeutung dieses Sinnesorgans.

Vorsitzender des Behindertenbeirats tritt zurück

Der Behindertenbeirat der Wedemark braucht einen neuen Vorsitzenden: Der Amtsinhaber Gunther Partetzke hat in der letzten Sitzung Ende Oktober seinen Posten zur Verfügung gestellt. Wie Partetzke nun mitteilt, wird er in den nächsten Monaten seinen Wohnsitz von Abbensen nach Vechelde verlegen. Zudem setzen ihm die Folgen eines Fahrradunfalles gesundheitlich derart stark zu, dass er das Amt nicht mehr mit der „erforderlichen Kraft ausgestalten kann“. Gleichwohl werde er dem Gremium bis zu seinem Umzug in etwa sechs bis sieben Monaten weiter als Mitglied zur Verfügung stehen. „Es sei denn, dass Nachrücker für dieses Mandat bereitstehen“, stellt Partetzke in Aussicht. Zudem bedankt er sich bei Daniel Diedrich von der Gemeinde Wedemark „für die sehr gute und wertvolle Unterstützung“. „Die Arbeit hat mir Spaß gemacht, besonders die Erfahrung, Kommunalpolitik mal von der anderen Schreibtischseite mit gestalten zu können“, bilanziert der scheidende Beiratsvorsitzende.

Von Sven Warnecke

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