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Wedemark Wenn andere Hilfen nicht greifen
Aus der Region Region Hannover Wedemark Wenn andere Hilfen nicht greifen
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00:21 19.05.2018
Von Ursula Kallenbach
In der Gemeinde wurde weniger Geld aus dem Hilfsfond Wedemärker helfen Wedemärker abgerufen. Quelle: Symbolbild
Wedemark

Unbürokratisch und schnell kann der Hilfsfonds „Wedemärker für Wedemärker“ finanzielle Hilfen auch in Fällen gewähren, die sonst aufgrund des gesetzlichen Rahmens – etwa bei Empfängern von SGB II oder SGB XII - ausgeschlossen sind. So werden Lücken geschlossen, und die Hilfe erreicht die Betroffenen unmittelbar. Bürgermeister Helge Zychlinski hat daher jetzt in der Wedemark lebende Menschen, die niedrigschwellige Hilfe benötigen, ermuntert, sich zu melden.

Im Kalenderjahr 2017 hat „Wedemärker für Wedemärker“ etwa 5500 Euro eingenommen. Ausgegeben wurden nur rund 4000 Euro. Es wurde also mehr Geld gespendet als abgerufen. Anträge können von den Betroffenen selbst gestellt werden. Nicht jeder Bedürfte oder nicht jede in Not Geratene traut sich jedoch, Hilfe anzufragen. Deshalb können auch Nachbarn, Freunde oder andere Bürger Zuwendungsvorschläge machen. Auch das Sozialamt oder ähnliche Stellen können Hinweise geben. Das Team Soziales der Gemeinde Wedemark nimmt mit den Betroffenen Kontakt auf und bespricht und bearbeitet die Angelegenheit vertrauensvoll.

Die Höhe der Zuwendungen richtet sich völlig nach dem Bedarf im Einzelfall. Es kann auch Unterstützung über Gutscheine, Teilzuschüsse oder Darlehen geben. Der Hilfsfonds finanziert sich über Spenden. Firmen oder Privatpersonen unterstützen mit Sammelaktionen oder Einzelspenden die gute Sache. Über die Vergabe von Spendengeldern entscheidet ein Vergabeausschuss schnell und unkompliziert.

Viele Einzelaktionen haben auch im Jahr 2017 wieder dazu beigetragen, dass der Spendenbestand anwuchs, und manche bleiben besonders im Gedächtnis. Dazu zählten eine Spende in Höhe von 132 Euro von Mellendorfer Hortkindern, die ihre Bastelarbeiten verkauften, und die Spende der ehemaligen Klasse 4 a der Grundschule Brelingen von 63,51 Euro. Eine Mellendorfer Firma spendete notleidenden Familien mehrere Zirkuskarten und ermöglichte ihnen eine vergnügliche Zeit.

Der Hilfsfonds ist nach den Erfahrungen der Gemeinde damit ein sinnvolles und wichtiges Instrument, das nachweislich gern angenommen wird. Nach den Richtlinien können sozial schwache, hilfsbedürftige und unverschuldet in Not geratene Bürger der Gemeinde Wedemark unbürokratisch und schnell Hilfe bekommen. Einzige Voraussetzung ist, dass sie keinen Anspruch auf private oder gesetzliche Unterstützung haben.

Die klaren Vergaberichtlinien haben in der Vergangenheit rechtlichen Auseinandersetzungen vorgebeugt, Rechtstreitigkeiten sind nicht bekannt. Über die Vergabe von Spendengeldern entscheidet ein Vergabeausschuss, der aktuell aus dem Bürgermeister, dem Leiter des Fachbereichs Ordnung und Soziales sowie dem Regionalverlagsleiter der Madsack Mediengruppe besteht. Dieses Gremium prüft und berät zu vorliegenden Spendenfällen in jedem Einzelfall und entscheidet über Dringlichkeit, Art und Höhe der jeweiligen Spende. Das Antragsverfahren ist schnell durchlaufen.

Info: Die Anträge oder Vorschläge von Dritten sind an das Team Soziales der Gemeindeverwaltung Wedemark zu richten, Teamleitung Daniela Adamski, Telefon (05130) 5810 oder Durchwahl -254. Aktuell bearbeiten im Team Soziales Silke Bobzien, Telefon (05130) 581223 und Kornelia Hoerner, Telefon (05130) 581238 die Anträge.

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