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Wedemark Wie Unternehmen digital sichtbar werden
Aus der Region Region Hannover Wedemark Wie Unternehmen digital sichtbar werden
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00:26 29.04.2018
Von Ursula Kallenbach
Mit "Herrn Ted" in der Hand führt Sven Jagata die Unternehmer anschaulich in das Feld digitaler Sichtbarkeit ein. Quelle: Kallenbach
Bissendorf

Erst die Arbeit, dann Kaffee und Käsebrötchen: Zum zweiten Unternehmerfrühstück hat am Donnerstag die Mittelstandsvereinigung (MIT) Wedemark früh um acht etwa 20 Mitglieder aus der heimischen Wirtschaft und Politik am Tisch zusammengebracht. Zum Thema „Digitale Sichtbarkeit für Unternehmen“ referierte folglich einer von ihnen, denn mit Professionalität in ihrem Fach weisen sich die Betriebe aus.

Nur – mit der digitalen Präsenz, der digitalen Visitenkarte und der Kommunikation im Internet tun sich doch manche Betriebe schwer. Sven Jagata, Profiberater für das Feld in eigener Agentur, machte den Zuhörern den Eintritt in diese Welt schmackhaft. Den Protagonisten, "Herrn Ted" hielt er in Händen und den Beamer im Blick, während er den Zuhörern das Internet darstellte – „wie eine Wirtschaftsmesse, 24 Stunden geöffnet“. Um Suchmaschinen ging es, das digitale Firmenaushängeschild und die Business-Netzwerke in den sozialen Netzwerken. Mehr Kunden zu erreichen auf vielen Portalen, dazu biete das Internet eine Schnellstraße auf zwei Wegen, verdeutlichte Jagata vor dem Frühstück. Der Angst mancher mittelständischer Betriebe vor zu hohem Einstiegsaufwand setzte der Wedemärker Kommunikationsfachmann sein Handwerkszeug entgegen: „Ich erstelle eine Internetseite in einer halben Stunde“.

37 Unternehmen gehören dem Gemeindeverband Wedemark der MIT an. Der Mix könnte gemischter nicht sein: Versicherungsmakler, Pensionsbetrieb, Unternehmensberater, Fachanwalt, Steuerberater, Altenpflege, Pumpen- und Hydraulik, Kosmetik, Architektenbüro, Speditionen und mehr. Vier lokale Veranstaltungen jährlich nimmt sich die MIT Wedemark vor, davon zweimal Frühstück, ein Grill- und Sommerfest und im November - der Schlachteplattenzeit - eine Themenveranstaltung, erläuterte der Vorsitzende, Felix Adamczok. „Die geschlachtete Politik“ ist diese geplante Veranstaltung gegen Jahresende nicht ganz ohne Selbstironie überschrieben.

Die MIT gehe nicht in Konkurrenz zu den örtlichen Gewerbevereinen in der Wedemark, betonte Adamczok. Netzwerke bilden und die Anliegen des Mittelstands in die Politik tragen, sieht die MIT in allen ihren Gliederungen als Hauptaufgabe an. Damit geht einher, dass viele MIT-Mitglieder mit einem Bein auch in der Politik stehen. Entweder sind sie selbst gewählte Mitglieder in kommunalen Parlamenten – wie Adamczok seit 2016 für die CDU im Gemeinderat -, oder sie halten Kontakte zur Politik hier und auf anderen Ebenen. „Es sind auch mehrere Ratsmitglieder heute da als Verzahnung mit der Politik“, verdeutlichte er.

Dabei gliedert sich die MIT, ausgeschrieben: Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU und CSU, in ihrer Struktur parallel zur CDU. Der MIT-Bezirksvorsitzende und stellvertretende Vorsitzende der MIT Niedersachsen, Dietmar Reddig aus der Wedemark, benannte zwei Themen, die derzeit vom Mittelstand mit Landtags- und Bundestagsabgeordneten diskutiert werden. „Wir sind gegen einen zusätzlichen Feiertag, wie er wohl mit dem Reformationstag 31. Oktober im Landtag beschlossen wird“, sagte er. Der Mittelstand könne eher einen variablen Feiertag akzeptieren. In jedem Fall bedeute ein Feiertag Kosten. Auch bei der demnächst geltenden Ladenschutzverordnung bemängelte Reddig, dass der Mittelstand dabei schlechter wegkomme als Großunternehmen. Es müsse nachgebessert werden.

In Niedersachsen stünden als Mitglieder über 5200 Betriebe mit etwa 150.000 Beschäftigten hinter der MIT, führte der Gemeindeverbandsvorsitzende den Frühstücksteilnehmern vor Augen. Deutschlandweit seien 30.000 Unternehmen in der MIT vertreten. Diese seien nicht nur eine Wirtschaftskraft, sondern stellten auch 80 Prozent der Ausbildungsplätze.

Zu der Veranstaltung in Bissendorf kamen manche Teilnehmer des MIT-Frühstücks im Hotel-Restaurant Brunnenhof verspätet an: Die laufende Hannover-Messe wirkt sich mit Verkehr, Zimmerbuchungen und Parkplatzsuche bis in die Wedemark aus.

Auch seinen Vorgänger in der MIT Wedemark, Dietmar Reddig (von links), begrüßt der aktuelle Vorsitzende Felix Adamczuk. Quelle: Kallenbach

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