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Wedemark Gericht verurteilt Angreifer zu Freiheitsstrafe
Aus der Region Region Hannover Wedemark Gericht verurteilt Angreifer zu Freiheitsstrafe
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14:22 29.10.2018
Das Amtsgericht Burgwedel hatte es mit Auseinandersetzungen am Heiligabend am Mellendorfer Bahnhof zu tun. Quelle: Frank Walter (Archiv)
Mellendorf/Großburgwedel

Der vergangene Heiligabend hat jetzt für einen 25-Jährigen ein Nachspiel vor dem Amtsgericht Burgwedel: Dort wurde er wegen einer in Mellendorf begangenen vorsätzlichen und gefährlichen Körperverletzung zu einer zweijährigen Freiheitsstrafe verurteilt – ohne Bewährung. Zudem soll er in einer Entzugsklinik untergebracht werden. Was war passiert?

Am Bahngleis 1 des Mellendorfer Bahnhofs ist es am 24. Dezember 2017 abends zu einem Streit zwischen mehreren Personen gekommen, an der der damals 24-Jährige beteiligt war. Dabei soll er seinem Gegenüber zwei Schläge mit der Faust verpasst haben. Als zwei Männer zu Hilfe kamen und die Streithähne auseinanderbringen wollten, zückte der Mann ein Klappmesser und verletzte die beiden Schlichter damit.

Er versuchte anschließend seine Waffe verschwinden zu lassen und warf sie ins Gleisbett. Dort fanden Ermittler sie am ersten Weihnachtstag.

Im Prozess gestand der 25-Jährige, der bereits unter anderem wegen Betrugs, Diebstahls und Körperverletzung mehrfach vorbestraft ist, die Faustschläge. Er gab zudem zu, vorher Alkohol getrunken und Drogen genommen zu haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann zur Tatzeit einen Blutalkoholwert von 1,77 Promille hatte – jedoch zeigten die medizinischen Test keine Auffälligkeiten im Verhalten und der Motorik. An den zweiten Streit konnte er sich laut eigener Aussage im Prozess nicht mehr erinnern.

Opfer sagen als Zeugen aus

Die beiden Opfer waren im Prozess als Zeugen geladen und bestätigten die Vorfälle am Heiligabend. Beide erlitten Kopfverletzungen, die im Krankenhaus behandelt werden mussten und deren Narben noch gut zu erkennen sind. Der 25-Jährige, der derzeit wegen eines anderen Delikts in der Justizvollzugsanstalt in Sehnde sitzt, entschuldigte sich bei den beiden Männern. Diese nahmen diese mehr oder weniger an.

Ein Sachverständiger bescheinigte dem 25-Jährigen den Hang, alkoholische Getränke und berauschende Mittel zu konsumieren – und empfahl die Unterbringung in einer Entzugsklinik. Der Beschuldigte selbst äußerte im Prozess selbst den Wunsch, eine Therapie machen zu wollen. „Ich sehe das als einzige Chance für mich, von Drogen und Alkohol wegzukommen“, sagte er.

„Ich habe nicht den leisesten Zweifel daran, dass sie einen Hang haben Alkohol und Drogen zu konsumieren“, sagte Amtsrichter Michael Siebrecht in der Urteilsbegründung. „Dass Sie an dem Abend verhältnismäßig fit waren, spricht dafür, dass Sie Alkohol und Drogen gewohnt sind.“ Die beiden Männer haben im ersten Streit eingegriffen und geholfen. „Das ist das, was man sich immer wünscht“, sagte Siebrecht. Dafür habe er die beiden mit Verletzungen „belohnt“. „Beim unkontrollierten Herumfuchteln mit einem Messer kann viel passieren – zum Glück ist das hier nicht der Fall.“

Von Julia Polley

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